JUGENDVERTRETUNG zum Studierenden-Sozialbericht: Schieflagen im Bildungsbereich beseitigen!

Bildungszugang hängt immer noch deutlich von sozialer Herkunft ab. BJV kritisiert Studiengebühren und fordert gemeinsame Schule.

Wien (OTS) - Der aktuelle Bericht zur sozialen Lage der Studierenden, der heute im Wissenschaftsausschuss diskutiert wird, zeigt die enormen Schieflagen in Österreichs Bildungssystem deutlich auf, kritisiert die Bundesjugendvertretung (BJV):
"Die Wahrscheinlichkeit für Jugendliche aus bildungsnahen Schichten ein Studium zu beginnen ist dreimal so hoch wie für junge Menschen aus bildungsfernen Schichten, deren Anteil in den letzten Jahren sogar gesunken ist! Diese Zahlen müssen ein lauter Handlungsaufruf für die Politik sein", so die BJV-Vorsitzende Rodaina El Batnigi. Als Hauptursache nennt die BJV die frühe Selektion: "Die Bildungs-wegentscheidung im Alter von zehn Jahren stellt bereits klare Weichen für die Zukunft! Die BJV setzt sich daher für die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule ein, denn es darf nicht länger sein, dass der Wohnort oder die soziale Herkunft über die Bildungschancen eines Kindes entscheidet", so El Batnigi.
Selbst wenn junge Menschen ein Studium begonnen haben, müssen sie mit großen Herausforderungen kämpfen, wie der Bericht zeigt. Mehr als die Hälfte aller Studierenden ist berufstätig, um sich das Studium finanzieren zu können, viele haben Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Beruf und Studium. "Die Mär von Bummelstudenten ist schon lange überholt. Heute haben Studierende ein größeres Arbeitspensum als ein Großteil der Bevölkerung. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren sind hier völlig kontraproduktiv", kritisiert die Vorsitzende.
Die BJV setzt sich schon seit Jahren für eine groß angelegte Bildungsreform ein und fordert dies auch von der Politik: "Beide Regierungsparteien müssen sich endlich für einen chancengleichen Bildungszugang aussprechen und eine ernsthafte und zukunftsgerichtete Reform unseres Bildungssystems angehen. Es ist höchste Zeit", so Rodaina El Batnigi.

Die BJV-Forderungen sind im Detail in den bildungspolitischen Positionspapieren nachzulesen. Diese stehen als Download auf www.jugendvertretung.at zur Verfügung.

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