Huainigg: Integrativer Unterricht für behinderte Kinder als wichtiges bildungspolitisches Anliegen

ÖVP-Behindertensprecher setzt sich für schulische Integration als Bestandteil des neuen ÖVP-Bildungskonzeptes ein - stößt bei Ministerin Karl auf offene Ohren

Wien, 2. September 2010 (ÖVP-PK) Im Herbst wird die Österreichische Volkspartei unter Federführung von Ministerin Beatrix Karl ein Bildungskonzept vorlegen. Die Frage, wie
behinderte Kinder im österreichischen Schulsystem bestmöglich gefördert werden können, wird dabei eine wichtige Rolle spielen. In einem gemeinsamen Gespräch diskutierten die Ministerin und ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung Abg. Franz-Joseph Huainigg, heute, Donnerstag, wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden. *****

Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern ist dabei ein Grundanliegen. "Dieser Paradigmenwechsel im Bereich der schulischen Integration zeichnet sich schon im ÖAAB-Bildungskonzept ab. Ich freue mich, dass die Integration
behinderter Kinder ins Regelschulwesen ein wichtiges Anliegen der ÖVP ist", sagt Huainigg und betont, dass die Volkspartei damit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen folgt, die in Artikel 24 die inklusive Schule für alle Kinder als Verpflichtung der Signatarstaaten festlegt.

Huainigg setzt sich dafür ein, dass folgende Punkte im neuen ÖVP-Bildungskonzept Platz finden:

- neue Lehrmethoden und individuelle Anpassung des Lernniveaus bis zum Hochbegabten

- das Recht behinderter Kinder auf gemeinsamen Unterricht mit nicht behinderten Kinder

- die Weiterführung der schulischen Integration für nach der achten Schulstufe (das Unterrichtsministerium blieb dem Nationalrat schon 2007 einen erbetenen Gesetzentwurf schuldig)

- die Aufnahme behinderter Student/innen an Pädagogischen Hochschulen.

"Ich werde mich dafür einsetzen, dass alle diese Punkte im Bildungspapier der ÖVP aufscheinen. Österreich hat 2008 die UN-Konvention ratifiziert, nun müssen wir zielführende Umsetzungsschritte setzen", erklärt Huainigg abschließend.

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