- 31.08.2010, 14:37:45
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Ölboom in der Arktis besonders umweltzerstörerisch
Greenpeace-Aktivisten stoppten Probebohrungen vor Grönland
Grönland/Wien (OTS) - Vier Aktivisten der Umweltschutzorganisation
Greenpeace ist es heute früh gelungen, eine Ölplattform der
schottischen Bohrfirma Cairn Energy in der Arktis vor Grönland zu
erklimmen und die dort stattfindenden Probebohrungen zu stoppen.
"Nachdem die Erdölfelder am Festland allmählich erschöpft sind,
sucht die Ölindustrie nun immer intensiver sowohl in der Tiefsee als
auch in der Arktis nach dem wertvollen Rohstoff", erklärt
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Es gibt allerdings
keinerlei Erfahrungen mit Bohrplattformen im Polareis, und sollte es
auch dort zu einem Unfall kommen, würden die Folgen für die Natur
einmal mehr katastrophal sein", so Westerhof.
Austretendes Öl kann sich in den eiskalten Gewässern des
Polarmeeres kaum zersetzen. Käme es also - wie bei der BP-Plattform
im Golf von Mexiko geschehen - zu einem Leck, besteht unter den
dicken Eisdecken im arktischen Winter so gut wie keine Möglichkeit zu
einer Eindämmung der Ölverschmutzung.
Nach der Vergabe von Bohrlizenzen an Cairn Energy verlangen
inzwischen weitere Unternehmen Zugang zu dem vor Grönland vermuteten
Erdöl, unter ihnen die beiden US-Konzerne Exxon und Chevron. Diesen
jetzt beginnenden Öl-Boom in der Arktis schätzen Experten jedoch als
ganz besonders umweltschädlich ein.
"Im Golf von Mexiko sehen wir bis heute, wie schlecht die
Ölindustrie die Katastrophenbekämpfung im Griff hat", ruft
Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof in Erinnerung. "Eine ähnliches
Unglück im Packeis wäre aber weitaus schwieriger zu bewältigen, und
schon allein deshalb darf es keine Lizenzen für Bohrungen in der
Arktis geben", fordert Westerhof.
Rückfragehinweis:
Weitere Informationen und Aktionsvideo:
http://greenpeacevideo.org/
Attila Cerman, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-3435354
Dipl.-Ing. Jurrien Westerhof, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-6126701
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