• 27.08.2010, 18:22:11
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Neues Volksblatt: "Gut so" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. August 2010

Linz (OTS) - So schön hatte man sich das bei der SPÖ in
Oberösterreich vorgestellt. Ein junger Mann, der als
Nachwuchshoffnung gilt, soll auch etwas anderes kennenlernen als nur
den Parteiapparat und ein wenig privatwirtschaftliche Luft
schnuppern. "Trainee" nennt man heutzutage so etwas auch. Doch der
voest-Generaldirektor hält nichts von einem Schnupperlehrling, er
will keine parteipolitische Punze. Die Roten schäumen, Landeschef
Ackerl droht gar: "Wir werden uns das merken."
Apropos merken: Viele Menschen, und ganz sicher auch der heutige
voest-Generaldirektor, haben sich gemerkt, wie die SPÖ im
Landtagswahlkampf 2003 die voest für ihre Zwecke vereinnahmt hat. Im
Zuge der Unternehmensprivatisierung haben Erich Haider und Genossen
den Teufel an die Wand gemalt: "Vernichtung von Volksvermögen,
Wirtschaftsdebakel, Oberösterreich wurde verraten" - man überschlug
sich geradezu in Endzeitszenarien. Eingetreten ist, wie man weiß, das
Gegenteil, die voest behauptet sich als Vorzeigeunternehmen, während
Haider als SPÖ-Chef Geschichte ist.
Es mag den Genossen unwirklich erscheinen, dass ihre vermeintliche
Erbpacht keine mehr ist. Aber für den Stahlerzeuger und seine
Mitarbeiter ist es gut so.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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