• 25.08.2010, 09:40:09
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Faschiertes im Konsument-Test: Durchwachsenes Ergebnis

Sieben Proben mit teils hoher Keimzahl - Entwarnung bei Listerien und Salmonellen

Wien (OTS/VKI) - Ob Faschierte Laibchen, Faschierter Braten oder
Sauce Bolognese: Faschiertes ist bei Groß und Klein beliebt. Zugleich
ist es aber auch ungemein heikel. Der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Proben Faschiertes einem
Frischetest unterzogen. Dabei wurden auch zwölf unter
Schutzatmosphäre verpackte Produkte getestet, die eine längere
Haltbarkeit versprechen. Das Ergebnis ist durchwachsen: Wie die
September-Ausgabe des Testmagazins "Konsument" ab dem 26.8. zeigt,
schneiden neun Produkte sehr gut bzw. gut ab - davon acht unter
Schutzatmosphäre verpackte Proben. Fünf Produkte waren hingegen teils
hoch mit Keimen belastet, was auf mangelhaftes Ausgangsmaterial bzw.
unzureichende Personalhygiene schließen lässt. In einem Fall war
zudem das Verbrauchsdatum mit sieben Tagen zu lange angegeben.
Entwarnung gibt es dagegen bei krankmachenden Bakterien wie
Salmonellen oder Listerien. Diese wurden in keinem Produkt gefunden.

Die Untersuchung des Faschierten wurde am letzten Tag der
Haltbarkeitsfrist durchgeführt. Sämtliche Proben waren bei der
Geruchs- und Geschmacksprobe unauffällig. Bei der Untersuchung im
Labor wurden die Unterschiede aber deutlich. Das Schlusslicht der
Untersuchung bildet das ohne Schutzatmosphäre verpackte Faschierte
von Merkur, gefolgt vom Bio-Faschierten von Sonnberg, gekauft bei
Maran. Bei letzterem war die angegebene Haltbarkeitsfrist mit sieben
Tagen auch für ein unter Schutzatmosphäre verpacktes Produkt
eindeutig zu lange. "Derartige Testergebnisse sind zwar sehr
unerfreulich. Da Faschiertes vor dem Verzehr durcherhitzt wird, wäre
es beim Verspeisen aber zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung
gekommen", relativiert VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.
Eindeutig positiv dagegen: In keiner Probe wurden krankmachende
Bakterien wie Salmonellen oder Listerien gefunden.

Unter Schutzgas verpacktes Faschiertes kommt mittlerweile immer
häufiger in den Handel. Man erkennt es an der Kennzeichnung "unter
Schutzatmosphäre verpackt" sowie an einer deutlich längeren
Haltbarkeit. Dabei wird der Verpackung Luft entzogen und Schutzgas
wie Stickstoff oder Kohlendioxid eingeblasen, um das Wachstum
unerwünschter Keime zu verlangsamen. Auch im Test konnte der Großteil
der getesteten Proben hinsichtlich Frische und Haltbarkeit punkten.
Als unnötig erachtet Beck dagegen die Zugabe von Sauerstoff, der
dafür sorgt, dass der Muskelfarbstoff des Fleisches schön rot bleibt.

"Allgemein wünschen wir uns bei unter Schutzatmosphäre verpackten
Produkten eine deutliche Deklaration der längeren Haltbarkeit. Trotz
dieser längeren Haltbarkeit sollten bei der Verarbeitung aber
dieselben Hygieneregeln angewendet werden, wie sonst auch", so Beck
abschließend.

Alle Informationen zum Test gibt es unter www.konsument.at sowie
ab dem 26.8. im September-Konsument. Fragen zum Thema Fleisch
beantwortet der VKI zudem unter der Ernährungshotline 0810 810 227
(Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in
Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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