• 24.08.2010, 09:30:11
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Sommerbaustellen: Jährlich rund 400 Unfälle

Drei von vier Baustellenunfällen passieren in den Monaten April bis September. Vor allem Autobahnbaustellen sorgen für einen erhöhten Stresspegel.

Wien (OTS) - In den wärmsten Monaten ist traditionell
Baustellenzeit auf Österreichs Straßen: Dementsprechend ereigneten
sich knapp drei Viertel aller Baustellenunfälle im Jahr 2009 in den
Monaten April bis September. Allein im Straßennetz der Asfinag gibt
es heuer rund 180 Standorte, an denen gebaut wird. Hinzu kommen
Baustellen auf Landes- und Gemeindestraßen. "Baustellenbereiche
erfordern erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration. Kfz-Lenker müssen
schnell umdenken, um sich in der geänderten Verkehrssituation
angemessen zu verhalten", sagt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs
Prävention im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Nicht immer
gelingt das: Im Jahr 2009 passierten in Österreich 400 Unfälle bei
Baustellen, bei denen 526 Menschen verletzt und neun getötet wurden.
Jeweils rund die Hälfte der Unfälle ereignete sich im Ortsgebiet bzw.
im Freiland. Im Ortsgebiet sind neben Pkws (51%), vor allem Radfahrer
(16%) sowie Mopeds und Kleinmotorräder (12%) an Baustellenunfällen
beteiligt. Im Freiland hingegen kommt es überwiegend für Pkw- (72%)
und Lkw-Lenker (16%) zu Unfällen im Baustellenbereich.

Achtung bei Autobahnbaustellen
Vor allem Autobahnbaustellen sorgen bei Kfz-Lenkern für einen
erhöhten Stress- und Aggressionspegel, da die Weiterfahrt durch
niedrige Geschwindigkeiten und manchmal Staubildung verzögert wird.
Im Jahr 2009 passierten 97 Unfälle auf österreichischen
Autobahnbaustellen. "Viele Fahrzeuglenker sind im Baustellenbereich
zu schnell unterwegs. Durch die Baustelle ist jedoch die
Streckenführung verändert, häufig gibt es auch Fahrbahnverengungen.
Im Baustellenbereich muss daher die Geschwindigkeit unbedingt
reduziert und den geänderten Straßenverhältnissen angepasst werden",
betont Robatsch. Auf Autobahnen ist im Baustellenbereich die linke
Spur oft die engere. Doch viele Fahrer wissen gar nicht, wie breit
ihr Fahrzeug ist und unterschätzen die Gefahr. "Knackpunkte bei
Autobahnbaustellen sind die Vorlauf- und Verzweigungsbereiche, da die
Geschwindigkeit oft nicht entsprechend reduziert sowie der notwendige
Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird. Die Folge sind vor allem
Auffahrunfälle", erklärt Robatsch.

Kfz-Lenker verstärkt auf Baustellenbereich aufmerksam machen
Grundsätzlich besteht auf Österreichs Baustellen jedoch ein sehr
hoher Sicherheitsstandard. Oberstes Ziel ist es, Kfz-Lenker auf die
bevorstehenden Änderungen der Streckenführung aufmerksam zu machen,
um so einen homogenen Verkehrsfluss zu ermöglichen. "Maßnahmen, die
hier Wirkung zeigen, sind eine frühe Baustellenankündigung und
Hinweise auf Staus, z.B. durch mobile Verkehrsbeeinflussungsanlagen.
Auch der verstärkte Einsatz von Radargeräten und Section Control auf
problematischen Baustellenabschnitten sowie die Abstandsüberwachung
mit Warnanzeigen tragen zu einer Verbesserung der Unfallsituation in
Baustellenbereichen bei", schließt Robatsch.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at

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