- 20.08.2010, 11:01:22
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Riegler: Durch Kostenwahrheit bei Energie und Ressourcen ökologisches Defizit ausgleichen
Das Ökosoziale Forum fordert anlässlich des "Overshoot Day" eine umfassende Ökosoziale Steuerreform, durch die sich Energie- und Ressourcensparen endlich lohnt.
Wien (OTS) - "Die ökonomischen und technologischen Möglichkeiten
für eine moderne energie- und ressourceneffiziente Gesellschaft
liegen auf dem Tisch. Sie müssen nur konsequent genutzt werden",
appelliert der Geschäftsführer des Ökosozialen Forums, Klemens
Riegler, anlässlich des "Overshoot Day" am 21. August. Laut
Berechnungen des Global Footprint Network haben die Menschen durch
ihren Lebensstil bereits jetzt die natürlichen Ressourcen, die sich
jedes Jahr erneuern können, aufgebraucht - also quasi das
Jahresbudget der Natur innerhalb von acht Monaten ausgegeben. "Die
Menschen in den Industriestaaten leben auf ökologisch viel zu großem
Fuß. Diese Überschuldung gegenüber unserer Natur führt zum
Klimawandel und zur Zerstörung von unwiederbringlichen Ökosystemen.
Wir müssen endlich Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder
übernehmen und durch Kostenwahrheit beim Energie- und
Ressourcenverbrauch wirkungsvolle Spar- und Effizienzanreize setzen.
Jede relevante staatliche Maßnahme muss auf seine Zukunftsfähigkeit
hin geprüft werden, unser Wirtschaftssystem muss enkerltauglich
werden", fordert Riegler.
"Die Umsetzung einer sozial- und ökologisch nachhaltigen
Steuerreform im Zuge der Budgetsanierung wäre ein wichtiger Schritt
in eine moderne, energie- und ressourceneffiziente Wirtschaft und
Gesellschaft", betont der Geschäftsführer des Ökosozialen Forums.
"Wir verbrauchen heute 15 bis 30 Mal mehr Ressourcen als unsere
Vorfahren. Auch deshalb, weil die wahren Kosten von
Ressourcenverbrauch und Umweltzerstörung nicht den Verursachern
verrechnet werden. Zur Kasse gebeten werden unsere Umwelt und unsere
Kinder und Enkelkinder."
"Daher brauchen wir eine faire Ökosoziale Steuerreform: Der Faktor
Arbeit sollte über eine Senkung der Abgaben und Steuern auf Arbeit um
rund 2,5 Mrd. EUR entlastet werden, die Gegenfinanzierung könnte zum
Großteil über eine Erhöhung von Ökosteuern erfolgen. Das täte unserer
Umwelt gut, würde zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und auch die
Wirtschaft nachhaltig ankurbeln", so Riegler.
Rückfragehinweis:
Ökosoziales Forum, Martina Baumeister, MSc
Tel. 01/253 63 50-22 u. 0676/64480 41
[email protected], www.oekosozial.at
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