- 19.08.2010, 09:28:05
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Greenpeace-Aktion in Klagenfurt: Weckruf für Anti-Atompolitik in Kärnten
Umweltorganisation inszeniert nuklearen Probealarm am Neuen Platz
Klagenfurt/Wien (OTS) - Zwanzig Greenpeace-Aktivisten inszenierten
heute Vormittag am Neuen Markt in Klagenfurt einen Atom-Probealarm
mit Strahlenschutzanzügen, Geigerzählern und Sirenen. Damit
appellierten sie an Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler, endlich
aktiv gegen die in Norditalien geplanten Atomkraftwerke vorzugehen,
andernfalls ein nukleares Szenario - wie von den Umweltaktivisten am
Neuen Platz demonstriert - drohen könnte.
"Landeshauptmann Dörfler lässt die Bevölkerung mit ihren
berechtigten Sorgen um die Atomgefahr vor Kärntens Grenzen im Stich",
erklärt der Anti-Atom-Sprecher der Umweltorganisation, Niklas
Schinerl, den Hintergrund der Greenpeace-Aktion in Klagenfurt. "Doch
dieser andauernde atompolitische Dornröschenschlaf muss jetzt endlich
enden", fordert Schinerl.
Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi treibt den
Wiedereinstieg Italiens in die Nutzung der Atomenergie rasch voran:
In den kommenden Jahren ist der Bau von gleich vier neuen Reaktoren
vorgesehen, so etwa auch in Chioggia, südlich von Venedig, in
unmittelbarer Nähe zu den beliebten Touristenstränden von Lignano,
Jesolo, Caorle und Bibione - und somit nur 160 Kilometer von der
österreichischen Staatsgrenze entfernt.
Landeshauptmann Dörfler muss bei seinem Amtskollegen Luca Zaia,
dem Gouverneur von Venetien, Protest gegen den in seiner Region
geplanten Standort Chioggia einlegen. Darüber hinaus hat die Kärntner
Landesregierung durch einen gemeinsamen Beschluss ihre Ablehnung
gegenüber dem Atomkraft-Neustart in Italien deutlich zu machen.
In diesem Kontext fordert Greenpeace von Seiten Kärntens auch die
rasche politische Initiative für eine Anti-Atom-Konferenz des
Alpen-Adria-Raumes, und zwar auf Ebene aller regionalen
Regierungsverantwortlichen. In den betroffenen italienischen
Provinzen werden nämlich bereits in diesem Herbst erste
Entscheidungen über die möglichen Standorte der geplanten
Kernkraftwerke getroffen. "Nur ein entschlossenes gemeinsames
Vorgehen zwischen den österreichischen Bundesländern und den
betroffenen italienischen Regionen kann die Atompläne von Berlusconi
jetzt noch verhindern", so der Appell von Greenpeace-Sprecher Niklas
Schinerl.
Rückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Greenpeace CEE; Tel.: +43-664-6126704
Steffen Nichtenberger, Greenpeace CEE; Tel.: +43-664-6126703
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