- 16.08.2010, 18:46:37
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Neues Volksblatt: "Pensionen" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 17. August 2010
Linz (OTS) - Pensionserhöhungen erfolgen in Österreich nach festen
Ritualen: Zuerst sagen die Experten, dass wir uns eine
Pensionserhöhung eigentlich gar nicht leisten können; und wenn, dann
nur eine ganz geringe. Die Pensionistenvertreter protestieren. Dann
kommen die Politiker, vor allem aus der Opposition, und fordern mit
dem Hinweis auf die Leistungen und Verdienste der "Aufbaugeneration"
eine saftige Pensionserhöhung. Und dann kommt der Tag der Erhöhung,
die je nachdem, ob Wahlen vor der Tür stehen oder nicht, mehr oder
weniger hoch ausfällt.
Das Problem mit den Wahlen wurde heuer aus der Welt geschafft, indem
wichtige Entscheidungen bis nach den Wahlen in Wien und in der
Steiermark aufgeschoben werden. Was unter anderem dazu führt, dass
künftige Pensionisten nicht wissen, wann sie zu welchen Bedingungen
in Pension gehen können. Auch in der Pensionsversicherungsanstalt ist
man ratlos und vertröstet auf später; bis nach den Wahlen.
In dieser Situation - öffentliche Debatte über die Pensionen,
wichtige Wahlen - spräche alles für einen weiteren Pensionistenbrief
der SPÖ. Franz Vranitzky und Alfred Gusenbauer haben den Pensionisten
geschrieben, warum nicht auch Werner Faymann?
Dagegen spricht, dass die Pensionisten mittlerweile wissen, dass sie
hinters Licht geführt worden sind.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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