• 28.07.2010, 09:27:58
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VKI: Terminvergabe in Spitalsambulanz - privat teils bevorzugt

Patienten mit Zusatz- oder Sonderklasseversicherung in neun von 30 Fällen im Vorteil

Wien (OTS/VKI) - Eine Zusatz- oder Sonderklasseversicherung bietet
einige Vorteile. Abgesehen von besserer Unterbringung im Krankenhaus
gibt es teils auch dort eine Bevorzugung, wo sie nicht vorgesehen ist
- etwa bei den Wartezeiten auf Termine in Spitalsambulanzen.
Testpersonen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) baten bei
jeweils drei unterschiedlichen Ambulanzen der größten gemeinnützigen
Krankenanstalten der Bundesländer (zwei in Wien) telefonisch um einen
Untersuchungstermin. Wie das Testmagazin "Konsument" ab morgen zeigt,
konnten sich die Tester bei immerhin neun der 30 kontaktierten
Ambulanzen einen zeitlichen Vorteil verschaffen. Besonders
entgegenkommend waren die orthopädischen Ambulanzen, gefolgt von den
gynäkologischen Ambulanzen. Keine Extras gab es hingegen bei den
chirurgischen Ambulanzen - hier lag die Wartezeit zudem in der Regel
unter zwei Tagen.

Beide Tester erkundigten sich telefonisch um einen Termin und
gaben an, über eine Überweisung vom Haus- bzw. Facharzt zu verfügen.
Lag der vorgeschlagene Termin nicht innerhalb der folgenden zwei
Werktage, wurde nach einem früheren Zeitpunkt gefragt. Sowohl bei
Zusicherung eines früheren Termins als auch bei Ablehnung gaben diese
an, privat versichert zu sein. Dabei konnten sich die Tester in neun
von 30 Fällen Vorteile verschaffen, sei es in Form eines früheren
Termins oder durch Verweis an eine Privatpraxis. Bei der allgemeinen
Orthopädie waren dies die Ambulanzen folgender Krankenhäuser: LKH
Feldkirch, LKH Salzburg, AKH Linz, Landesklinikum St. Pölten, SMZ Ost
Wien und AKH Wien. Vorteile gab es für die Tester ebenso in den
gynäkologischen Ambulanzen des LKH Feldkirch, der LKH
Universitätsklinik Innsbruck und des AKH Linz.

Die Wartezeiten fielen zum Teil stark unterschiedlich aus und
reichten bei den orthopädischen Ambulanzen von sechs (Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder Eisenstadt) bis 90 Tagen (AKH Wien), bei den
gynäkologischen Ambulanzen zwischen einem (LKH Salzburg, SMZ Ost
Wien) und 120 Tagen (AKH Wien). "Bei Routineeingriffen und wenn keine
Präferenz für ein bestimmtes Spital vorliegt, lohnt es sich daher,
bei mehreren Spitälern um einen Termin anzufragen", so
VKI-Gesundheitsexpertin Dr. Angela Tichy.

Alle Details zu dieser Erhebung gibt es ab sofort auf
www.konsument.at und ab dem 29.7. im August-"Konsument".

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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