• 27.07.2010, 09:30:09
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"Konsument": Digitalkameraservice - beschränkt nutzerfreundlich

Informationen zur Reparatur auf den Herstellerseiten deutlich verbesserbar

Wien (OTS/VKI) - Speziell im schnelllebigen Elektronikbereich mit
seinen rasanten Modellwechseln wird die Sinnhaftigkeit einer
Reparatur bezweifelt. Wer es dennoch versucht, stößt bald einmal auf
die mangelnde Nutzerfreundlichkeit der Anbieter-Homepages. Eine
Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) für die
August-Ausgabe des Testmagazins "Konsument" zeigt, dass nur bei drei
von 17 Produzenten die Reparaturinformationen im Internet
kundenfreundlich aufbereitet sind: bei Rollei, Sanyo und Sigma. Alle
anderen Hersteller-Websites lassen dagegen mehr oder weniger stark zu
wünschen übrig - insbesondere jene von Fuji, Kodak und Samsung. Für
nur neun der 17 erhobenen Marken gibt es zudem eine österreichische
Servicenummer, an die man sich wenden kann.

"Neue Kameras sind nicht unbedingt auch immer besser, da die heute
üblichen hohen Kameraauflösungen zu verstärktem Bildrauschen führen.
Vielfach ist es auch Gewohnheitssache - man hängt an der Kamera oder
möchte sich nicht mit einer geänderten Handhabung anfreunden", so
VKI-Technikexperte Ing. Peter Gradauer zu den Gründen einer
Reparatur. Ein stichprobenartiger Test des VKI, bei dem zehn
Digitalkameras zur Reparatur gebracht wurden, zeigt zudem, dass sich
ein Versuch auch in ökonomischer Hinsicht lohnen kann: So wurde etwa
bei einer Minolta-Kompaktkamera ein fehlerhafter Chip sogar nach
sechs Jahren auf Kulanz umgetauscht. "Natürlich hatten wir aber
ebenso Fälle, bei denen die Reparatur den Kaufpreis weit überstiegen
hätte", hält Gradauer entgegen.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass es für Markenmodelle,
die nicht älter als fünf bis sechs Jahre sind, Ersatzteile inklusive
passender Akkus gibt und diese daher von autorisierten Werkstätten
und Servicestellen zur Reparatur übernommen werden. Immer wieder
kommt es zudem zu Rückrufaktionen. Gradauer: "Daher lohnt es sich, im
Internet über Rückrufaktionen oder häufige - womöglich einfach zu
behebende Fehler - zu informieren. Bleibt nur, die entsprechenden
Informationen auf den Herstellerseiten auch tatsächlich zu finden..."

Um das zu erleichtern, sind auf www.konsument.at die direkten
Links zu den Reparaturwerkstätten und den Herstellern angeführt. Die
Erhebung samt weiterer Tipps zur Reparatur von Digitalkameras
erscheint zudem ab dem 29.7. im August-"Konsument".

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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