Maier: Sicherheitsrisiko - Türsteher oft gar nicht ausgebildet

SPÖ-Konsumentenschutzsprecher fordert verpflichtende Grundausbildung für Securitys und regelmäßige Schulungen

Wien (OTS/SK) - "Securitys sind nicht immer die Schlimmen, machen aber aufgrund ihrer schlechten Ausbildung katastrophale Fehler. Menschen, die im Sicherheitsbereich arbeiten, müssen besser ausgebildet sein", kommentierte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier die hohe Zahl der tätlichen Übergriffe zwischen Sicherheitspersonal von Diskotheken oder Veranstaltungen und Besuchern. 2009 gab es 847 Verletzte sowie einen Toten bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitspersonal und Gästen. Provokationen und Auseinandersetzung führen zunehmend zu rechtswidrigen Übergriffen von Türstehern. Andererseits seien sie aber auch selbst oft Opfer von Attacken, "die von aggressiven Diskotheken- oder Veranstaltungbesuchern gezielt angezettelt werden", stellte Maier heute, Montag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. ****

2009 wurden 778 Auseinandersetzungen bekannt (ohne Wien). Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2008 einen Rückgang um 21,6 Prozent (946). Maier wies darauf hin, dass dem Security-Personal "bei ihrer Tätigkeit die österreichische Rechtslage oft nicht bewusst ist".

So dürfen "Gewalt- und Zwangsmittel" ebenso wenig angewandt werden, wie die "Ausübung polizeilicher Befugnisse". Deshalb fordert der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher ein Bundesgesetz für das private Sicherheitsgewerbe bzw. Änderungen in der Gewerbeordnung (siehe Regierungsübereinkommen). "Eine verpflichtende Grundausbildung sowie regelmäßige Schulungen für das Sicherheitspersonal müssen her", so Maier, der betonte, dass "Zuverlässigkeit und Eignung zentrale Vorraussetzungen für eine derartige Beschäftigung sein müssen".

Überdies brauche es klare Verantwortlichkeiten bei der Beauftragung einer privaten Sicherheitsunternehmens, damit Haftungsfragen geklärt seien. Eine "regelmäßige Verlässlichkeitsprüfung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im privaten Sicherheitsgewerbe" sei ebenso notwendig, fordert Maier.

939 gerichtliche Strafanzeigen waren es 2009, die erstattet wurden. Gegenüber 2008 gab es dabei einen Rückgang von 18,6 Prozent (1.114). Wegen Körperverletzung wurden 2009 474 Türsteher und Ordner angezeigt. 524 waren es 2008 - die Steigerung gegenüber 2007 betrug 2008 allerdings 18,8 Prozent. (Schluss) mo

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