- 26.07.2010, 11:01:00
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Maier: Sicherheitsrisiko - Türsteher oft gar nicht ausgebildet
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher fordert verpflichtende Grundausbildung für Securitys und regelmäßige Schulungen
Wien (OTS/SK) - "Securitys sind nicht immer die Schlimmen, machen
aber aufgrund ihrer schlechten Ausbildung katastrophale Fehler.
Menschen, die im Sicherheitsbereich arbeiten, müssen besser
ausgebildet sein", kommentierte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann
Maier die hohe Zahl der tätlichen Übergriffe zwischen
Sicherheitspersonal von Diskotheken oder Veranstaltungen und
Besuchern. 2009 gab es 847 Verletzte sowie einen Toten bei
Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitspersonal und Gästen.
Provokationen und Auseinandersetzung führen zunehmend zu
rechtswidrigen Übergriffen von Türstehern. Andererseits seien sie
aber auch selbst oft Opfer von Attacken, "die von aggressiven
Diskotheken- oder Veranstaltungbesuchern gezielt angezettelt werden",
stellte Maier heute, Montag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar.
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2009 wurden 778 Auseinandersetzungen bekannt (ohne Wien). Das
bedeutet gegenüber dem Jahr 2008 einen Rückgang um 21,6 Prozent
(946). Maier wies darauf hin, dass dem Security-Personal "bei ihrer
Tätigkeit die österreichische Rechtslage oft nicht bewusst ist".
So dürfen "Gewalt- und Zwangsmittel" ebenso wenig angewandt werden,
wie die "Ausübung polizeilicher Befugnisse". Deshalb fordert der
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher ein Bundesgesetz für das private
Sicherheitsgewerbe bzw. Änderungen in der Gewerbeordnung (siehe
Regierungsübereinkommen). "Eine verpflichtende Grundausbildung sowie
regelmäßige Schulungen für das Sicherheitspersonal müssen her", so
Maier, der betonte, dass "Zuverlässigkeit und Eignung zentrale
Vorraussetzungen für eine derartige Beschäftigung sein müssen".
Überdies brauche es klare Verantwortlichkeiten bei der Beauftragung
einer privaten Sicherheitsunternehmens, damit Haftungsfragen geklärt
seien. Eine "regelmäßige Verlässlichkeitsprüfung für Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im privaten Sicherheitsgewerbe" sei ebenso notwendig,
fordert Maier.
939 gerichtliche Strafanzeigen waren es 2009, die erstattet wurden.
Gegenüber 2008 gab es dabei einen Rückgang von 18,6 Prozent (1.114).
Wegen Körperverletzung wurden 2009 474 Türsteher und Ordner
angezeigt. 524 waren es 2008 - die Steigerung gegenüber 2007 betrug
2008 allerdings 18,8 Prozent. (Schluss) mo
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Tel.: 01/53427-275
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