- 23.07.2010, 11:03:20
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Kohlensäurehältiges Wasser häufig umweltbelastend
Greenpeace zufolge nur zwölf Produkte tatsächlich empfehlenswert
Wien (OTS) - In sehr heißen Sommern wird bekanntlich besonders
viel getrunken, und diese Tatsache hat der
Greenpeace-Einkaufsratgebers marktcheck.at zum Anlass genommen, in
Flaschen abgefülltes Wasser mit Kohlensäure (Sodawasser, Quellwasser,
Mineralwasser, Heilwasser) zu untersuchen.
Alle Produkte wurden auf ökologische Kriterien wie Inhaltsstoffe,
Gentechnik, Transport und Verpackung überprüft, wobei von fünfzig
Wassern nur elf ein "Hervorragend" erreichen. Eines erzielt ein
"Gut", eines schneidet "kritisch" ab, und alle anderen fallen mit
"ungenügend" durch. Letztere sind entweder in Einwegflaschen
abgefüllt, die Umwelt und Klima besonders belasten, oder werden von
weiter her nach Österreich importiert.
Erst vor kurzem hat eine Greenpeace-Erhebung ergeben, dass die
Auswahl an Mineral- und Sodawasser in umweltfreundlichen
Mehrwegflaschen sehr klein ist, und das hat der aktuelle Check
bestätigt: Von fünfzig untersuchten Produkten werden nur zwölf in
Mehrwegflaschen angeboten. Doch die meisten schädlichen
Umweltauswirkungen von Getränkeverpackungen entstehen bei der
Herstellung, und dabei schneidet Einweg deutlich schlechter ab als
Mehrweg. Obwohl Mehrwegflaschen transportiert, gereinigt und wieder
befüllt werden, verbraucht das Mehrwegsystem deutlich weniger Energie
als Einweg - und nur einen Bruchteil der Rohstoffe, die zur
Produktion von Einweg benötigt werden. Zudem vermeiden
Mehrwegflaschen Abfall.
Mehrwegsysteme funktionieren in regionalen Wirtschaftskreisläufen
am besten. Somit bieten sie auch eine gute Möglichkeit, die
Wirtschaft in der eigenen Region zu unterstützen. Die
Greenpeace-Untersuchung hat jedoch gezeigt, dass zunehmend sogenannte
"Premium"-Wasser angeboten werden, die überaus lange Transportwege -
so etwa aus Frankreich, England, Norwegen oder gar Südafrika - hinter
sich haben.
"In Österreich gibt es eine Vielzahl an Quellen und zahlreiche
kohlensäurehältige Wasserprodukte. Wasser aus Südafrika zu
importieren ist also nicht nur eine massive Energie- und
Ressourcenverschwendung, sondern auch aus ethischer Sicht äußerst
fragwürdig. Denn gerade in Afrika leiden besonders viele Menschen
unter Wasserknappheit", kritisiert Greenpeace-Konsumentensprecherin
Claudia Sprinz derartige Produkte.
Umweltbewussten Konsumenten empfiehlt die Expertin daher: "Bei
abgefülltem kohlensäurehältigen Wasser sind Produkte aus der Region
in der Mehrwegflasche zu empfehlen. Sollte es die in Ihrem Supermarkt
nicht geben, wenden Sie sich an die Filialleitung oder beteiligen Sie
sich an unsere Initiative 'Ich will Mehrweg!'. Eine ökologische und
durchaus preiswerte Alternative zu in Flaschen abgefülltem Wasser mit
Kohlensäure ist Soda, das man zu Hause ganz einfach - mit Hilfe einer
Siphonflasche - aus Leitungswasser herstellen kann."
Infos zur Untersuchung:
http://marktcheck.greenpeace.at/sprudelwasser
Initiative "Ich will Mehrweg":
http://marktcheck.greenpeace.at/ichwillmehrweg.html
Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-6126731
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