Heinisch-Hosek: Kindergeld-Zahlen zeigen, dass die Hälfte der Eltern spätestens nach zwei Jahren Betreuungsplatz braucht

Die Budgetmittel für den Ausbau der Kinderbetreuung dürfen keinesfalls gestoppt werden

Wien (OTS) - "Ich freue mich sehr, dass das einkommensabhängige Kindergeld schon nach einem halben Jahr so gut angenommen wird", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Das zeige, dass viele Frauen nach der Babypause schnell wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Wie die neue Kindergeldvariante von den Vätern tatsächlich angenommen würde, würde sich frühestens Ende des Jahres zeigen, denn die Väter gingen erst später in Karenz. Allerdings sei bei den Vätern selbst und vor allem bei den Betrieben noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, damit das Ziel, 20 Prozent der Väter in Karenz zu bringen, auch Realität werde, so Heinisch-Hosek weiter. Dafür werde sie im Herbst einen Schwerpunkt setzen.

Die neuen Zahlen zum Kindergeld würden deutlich machen, dass es immer mehr Bedarf an Betreuungsplätzen für die Unter-Dreijährigen gebe, sagte die Ministerin. 45 Prozent der Eltern würde nach spätestens zwei Jahren einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigen und 15 Prozent der Eltern würden den Platz schon nach einem Jahr brauchen. "Der Druck der Eltern mit Kindern unter drei Jahren steigt deutlich an. Wir können aber bisher nur jedem sechsten Kind unter drei Jahren einen Platz anbieten. Daher halte ich die Diskussion über eine mögliche Streichung der Finanzierung für den Ausbau der Kinderbetreuung für entbehrlich. Für mich ist klar, dass wir die Gelder keinesfalls stoppen dürfen", sagte Heinisch-Hosek abschließend.

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