• 20.07.2010, 11:59:22
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Küberl: "HIV infizierte Kinder zu unterstützen ist keine Frage von Großzügigkeit, sondern eine Frage von Leben und Tot."

Caritas-Präsident übergab Unterschriftenliste an Dr. Irene Freudenschuß-Reichl

Wien, 20. Juli 2010 (OTS) - Caritas-Präsident übergab über
21.626 Unterschriften an Botschafterin Dr. Irene Freudenschuß-Reichl
und forderte damit Regierungen und Pharmakonzerne auf sich für
bessere Aidstherapien für Kinder einzusetzen.

"Mit diesen 21.626 Unterschriften fordern wir die Österreichische
Regierung auf sich für HIV infizierte Kinder einzusetzen. Die Mädchen
und Buben brauchen bessere, kindgerechte Therapien. Jeden Tag, den
wir verlieren, sterben hunderte Kinder und jedes Kind ist eines zu
viel", betont Franz Küberl bei der Übergabe an Botschafterin Dr.
Irene Freudenschuß-Reichl, Leiterin der Sektion
Entwicklungszusammenarbeit im österreichischen Außenministerium
gestern Abend im Global Village der Internationalen Aidskonferenz.
Küberl kritisiert auch heftig, dass Österreich als einziges OECD Land
keinen Beitrag für den Global Aids Fund trägt, der eines der
wichtigsten Finanzierungsinstrumente für die weltweite Aidsbekämpfung
ist.

Die Unterschriften wurden in sechs Monaten von 5.000 Kindern im
Rahmen der "HAART for children Kampagne" vor allem in Vorarlberg
gesammelt. Sie mobilisierten Schulen, Pfarren, Gemeinden,
Unternehmen, politische Vertreter, Medien und machten auf die
schreckliche Situation von 1,8 Millionen HIV infizierter Kinder
allein in Afrika aufmerksam.
Noch immer haben 62% der Kinder in den ärmsten Regionen der Welt
keinen Zugang zu den für sie überlebensnotwendigen Medikamenten.
Statistisch gesehen stirbt eines von drei HIV-positiven Kindern vor
seinem 1. Lebensjahr.
"Es geht darum, dass kindgerechte Therapien und HIV-Tests entwickelt
werden und wir möchten mit dieser Kampagne hier eine entsprechende
Aufklärungsarbeit leisten", so Pfarrer Robert Vitillo, Aidsexperte
der Caritas Internationalis zum Ziel dieser Kampagne.

Dr. Irene Freudenschuß-Reichl war vom großen Engagement der Kinder
und Jugendlichen begeistert und versprach sich gemeinsam mit dem
Minister für das Thema und die betroffenen Kinder einzusetzen.

HAART ist im Englischen ein Wortspiel: Es steht einerseits für die
medikamentöse Behandlung von HIV-positiven Menschen ("Highly Active
Anti-Retroviral Treatment") und andererseits für das englische Wort
für Herz. Wir möchten mit unserer Kampagne Pharmakonzerne,
Regierungen und die gesamte Menschheitsfamilie dazu ermuntern, ein
Herz für HIV-positive Kinder zu zeigen", so Michael Zündel, der diese
Kampagne gemeinsam mit den Jugendlichen vorangetrieben hat.

"Viele Menschen haben nicht nur unterschrieben, sondern wollten
sich auch als Multiplikatoren engagieren", so Zündl. Auch Laura
Dueler aus Feldkirch in Vorarlberg hat fleißig Unterschriften
gesammelt: "800 Kinder sterben jeden Tag weil es keine kindgerechten
AIDS-Medikamente und Tests gibt. Um das zu ändern, tu' ich viel.", so
die Begründung für ihr Engagement. Und die 17-jährige Lena Neururer
verrät wie sie Unterstützer für ihr Anliegen gewonnen hat: "Zu Beginn
ein Lächeln und dann gleich Fakten präsentieren."

Fotos zur Übergabe auf Anfrage.

Rückfragehinweis:
Caritas Österreich,
Stefan Lechner
Tel: 0664/82 66 929

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