• 16.07.2010, 10:45:33
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Katholische Jugend zu HIV/AIDS: Es geht nicht nur um Gesundheit und Sexualmoral

Kinder und Jugendliche sind besonders von HIV/AIDS betroffen. Die Katholische Jugend Österreich stellt umfassende Forderungen im Kampf gegen HIV/AIDS.

Wien (OTS) - Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) setzt sich
für eine ganzheitliche Sichtweise von HIV/AIDS sowie dessen Ursachen
und Folgen ein. "Denn bei HIV/AIDS geht es nicht nur um Gesundheit
und Sexualmoral", erklärt Ingrid Zúniga Zúniga, ehrenamtliche
Vorsitzende der KJÖ. "Neben Einzelschicksalen geht es auch um soziale
bzw. gesellschaftliche Zusammenhänge und um wirtschaftliche und
politische Ursachen und Folgen."

Besonders erschreckend ist die hohe Anzahl von Kindern und
Jugendlichen, die von HIV/AIDS betroffen sind. "Unter den weltweit
rund 7.400 HIV-Neuansteckungen pro Tag sind 3.300 Kinder und
Jugendliche unter 25 Jahren. Insgesamt leben derzeit bereits 5,4
Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS auf der Welt. Diese
Zahlen sind mehr als alarmierend", berichtet Ingrid Zúniga Zúniga.

Die Gründe, warum Jugendliche zu den weltweit am stärksten
gefährdeten Gruppen gehören, sind vielfältig. "Hier sind besonders
mangelnde Information und Aufklärung, mangelnde Bildung und
eingeschränkte Selbstbestimmung - insbesondere von Frauen und Mädchen
- hervorzuheben", erklärt die KJÖ-Vorsitzende. Die erhöhte
Armutsgefährdung von Jugendlichen und der eingeschränkte Zugang zu
medizinischer Versorgung (Transportmittel, Mitversicherung, ...)
sowie zu leistbaren Medikamenten, die zudem den Bedürfnissen
Jugendlicher angepasst sind, kommen erschwerend dazu.

Für die KJÖ ist es daher besonders wichtig, Jugendliche und junge
Erwachsene auf dieses Thema aufmerksam zu machen und ihnen Ursachen
und Zusammenhänge von HIV/AIDS in Österreich und weltweit
verständlich zu machen. "Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch,
Jugendliche zu ermutigen, ihre Beziehungen und ihre Sexualität
verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu gestalten. Das beinhaltet
gerade im Kontext von HIV/AIDS auch die Verwendung von Kondomen als
effektivsten Schutz vor Ansteckung bei Geschlechtsverkehr", so Ingrid
Zúniga Zúniga.

Weiters setzt sich die KJÖ dafür ein, dass Menschen mit HIV/AIDS
nicht länger diskriminiert und stigmatisiert werden. "Menschen mit
HIV/AIDS verdienen - wie alle anderen - einen wertschätzenden Umgang.
Sie zu stigmatisieren, isolieren und diskriminieren, widerspricht
ihrer Menschenwürde", so Ingrid Zúniga Zúniga.

Unter diesen Gesichtspunkten fordert die Katholische Jugend
Österreich:

- Zugang zu Bildung für alle 
 - die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen
 - die Enttabuisierung des Themas Sexualität sowie eine umfassende
   Sexualerziehung
 - intensive Forschung zur Prävention und Heilung von HIV/AIDS 
 - den weltweiten Zugang zu Medikamenten und medizinischer 
   Versorgung
 - die Umsetzung der Zusage Österreichs zur Anhebung des Budgets für
   Entwicklungszusammenarbeit
 - wirkungsvolle Anti-Diskriminierungs-Gesetze

Das Positionspapier kann unter www.katholische-jugend.at/hiv-aids
heruntergeladen werden.

Rückfragehinweis:

Stephan Bazalka
   Ehrenamtlicher Vorsitzender
   Katholische Jugend Österreich
   E-Mail: [email protected]
   
   Mirjam Nekolar
   Öffentlichkeitsarbeit
   Katholische Jugend Österreich
   E-Mail:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KJO

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