- 16.07.2010, 08:17:52
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Kindernothilfe: Einfache Maßnahmen könnten 400.000 Babys vor HIV schützen
Zuwenig betroffene Mütter haben Zugang zu den Medikamenten * Bundesregierung investiert zu wenig für Kampf gegen Aids
Wien (OTS) - Noch immer kommen jährlich 400.000 HIV-positive Babys
zur Welt. Und das obwohl eine einfache Behandlung schon lange das
Übertragungsrisiko von Mutter zu Kind auf unter zwei Prozent
reduzieren kann. "Ein Skandal", sagt Frank Mischo, Aids-Experte der
Kindernothilfe, denn: "nur 38 Prozent der betroffenen Mütter bekommen
bislang die nötigen Medikamente. Das macht auf dramatische Weise
deutlich, wie weit die Weltgemeinschaft vom Millenniumsziel entfernt
ist, bis 2010 allen HIV/Aids-Betroffenen den Zugang zu medizinischer
Behandlung zu ermöglichen." Im Rahmen der Welt-Aids-Konferenz in Wien
(18. bis 23. Juli 2010) ruft die Kindernothilfe mit dem
Aktionsbündnis gegen Aids die Bundesregierung auf, ihren Teil der
UN-Vereinbarung zu erfüllen.
"Die unkomplizierte und günstige Medikamenten-Therapie, die schon
seit 1998 angewandt wird, kann nicht nur 400.000 Kindern jährlich das
Leben retten. Sie packt das HIV-Problem auch an der Wurzel", so Dr.
Glory Alexander von der indischen Stiftung ASHA, die sich mit
Unterstützung der Kindernothilfe für die flächendeckende Verteilung
der Medikamente einsetzt. "Die Übertragung im Mutterleib ist Ursache
für mehr als 90 Prozent der HIV-Infektionen von Kindern."
Erstmals bringt die Kindernothilfe das Thema
Mutter-Kind-Übertragungen mit Experten aus der Projektarbeit auf der
Welt-Aids-Konferenz ein. Mischo: "Mit Vorträgen und Aktionen zeigen
wir, wie die Regierungen der Welt mit überschaubaren finanziellen
Mitteln jährlich 400.000 Babys das Recht auf Leben gewährleisten
können."
Interview-Angebot: Frank Mischo, Gottfried Mernyi (Kindernothilfe)
und Dr. Glory Alexander (ASHA) sind auf der Welt-Aids-Konferenz
vertreten und stehen für Interviews bereit.
Rückfragehinweis:
Kindernothilfe Österreich
Gottfried Mernyi
0650 4088073
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