- 16.07.2010, 07:34:25
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LH Dörfler in Brüssel: Erfolgreiches Lobbying für Baltisch-Adriatische Achse mit Koralmbahn
Experten der EU erwarten mehr Klarheit und Engagement von Wien in Sachen Koralmbahn und Brennerbasistunnel - Viel Lob für die Baltisch-Adriatische Achse
Klagenfurt (OTS/LPD) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler zog heute,
Freitag, eine positive Bilanz über seinen Besuch bei der Europäischen
Kommision in Brüssel am Donnerstag. Auf dem Programm standen
Gespräche mit Matthias Ruete, dem Generaldirektor für Mobilität und
Verkehr, Desiree Oen, der Vertreterin des Kabinetts von
Verkehrskommissar Kallas, und weiteren hochrangigen Vertretern der
EU-Verkehrskommission. Alles drehte sich um die Baltisch-Adriatische
Achse und damit um das Jahrhundertprojekt Koralmbahn. Die
Neukonzeptionierung des Kernnetzwerkes der Europäischen Union kommt
in die heiße Phase. Kärnten setzt daher mit seinen Partnern alles
daran, dass die Baltisch Adriatische Achse von Danzig bis Bologna mit
ihren Eisenbahnprojekten als Kernstück der europäischen
Infrastruktur zum Zuge kommt.
Wie Dörfler sagte, sei mit diesen Gesprächen ein weiterer wichtiger
Schritt in Richtung europäische Verkehrszukunft und Europa gesetzt
worden. EU-Mittel können fließen, sobald der Baltisch-Adriatische
Korridor mit dem Herzstück der Koralmbahn und -tunnel die notwendige
TEN-Prioritätenreihung erfährt. Die Gespräche dazu seien auf
fachlicher und persönlicher Ebene sehr erfolgreich verlaufen, das
riesige Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekt habe damit sehr gute
Chancen, resümierte Dörfler. Denn von Italien bis zum Baltikum würden
die betroffenen Regionen klar hinter diesem Megaprojekt stehen und
sie haben gegenüber Brüssel auch ihre gemeinsame Position
untermauert.
Die Experten in Brüssel würden allerdings von der österreichischen
Bundesregierung, hier vor allem von Infrastrukturministerin Doris
Bures und Finanzminister Pröll ein ebenso klares und eindeutiges
Bekenntnis zu diesen Projekten im Zusammenhang mit der Einhaltung der
nationalen und internationalen Verträge erwarten, sagte Dörfler.
Dieser dringende Wunsch betreffe neben dem Koralmbahnprojekt auch den
Brennerbasistunnel. Hier sei mehr Engagement bezüglich
vertragskonformer Umsetzung von Wien gegenüber Brüssel notwendig, um
nicht durch innenpolitische Taktiererei die österreichische
Glaubwürdigkeit zu verlieren, teilte der Landeshauptmann mit.
Brüssel sei jedenfalls von der Kärntner Position und dem Kärntner
Weg in eine europäische Verkehrszukunft sehr beeindruckt, dies müsse
auch mit derselben Klarheit durch die Bundesregierung geschehen. Wie
Dörfler und der zuständige Infrastruktur-Abteilungsleiter des Landes,
Albert Kreiner, der den Landeshauptmann nach Brüssel begleitete,
gemeinsam betonten, habe das Bemühen um die Aufnahme der Koralmbahn
in das höchstrangige Verkehrsnetz der EU und die damit verbundene
Weiterentwicklung der Baltisch-Adriatischen Achse als Verkehrs-,
Kooperations- und Wirtschaftsraum viel Anerkennung für die gute
fachliche internationale Aufbereitung erhalten. Man solle den Weg
weiter fortsetzen, so die Brüssler Experten.
Dadurch soll klargemacht werden, dass aus der Verbindung der
Verkehrssysteme (Bahn/Schiff/Logistik) sowie der Länder entlang der
Achse ein sehr großer und vielfältiger Nutzen für alle Beteiligten
gewonnen werden könne. Wirtschafts-, Logistik- und
Entwicklungspotentiale werden mit dieser Achse erschlossen und
unterstützt, wodurch sich neue Chancen auftun sollen, die es für
Kärnten bislang nicht gegeben habe. "Die Verkehrs- und
Standortqualität von Kärnten kann damit erheblich verbessert werden",
so Dörfler.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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