- 15.07.2010, 18:03:34
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Neues Volksblatt: "Pension" (von Michael Kaltenberger)
Ausgabe vom 16. Juli 2010
Linz (OTS) - Es mag schon sein, dass die Pension bei den
Österreichern einen sehr hohen Stellenwert hat; einen zu hohen, wie
manche meinen.
Es mag auch sein, dass die Frühpensionitis in Österreich ganz
besonders grassiert. Weshalb es schon ein großer Erfolg wäre, könnte
das tatsächliche Pensionsantrittsalter wenigstens einigermaßen an das
gesetzliche angeglichen werden.
Aber dass der Ruf nach Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters oft
von jenen kommt, die in geradezu paradiesische Pensionssysteme
eingebettet sind, wie zuletzt vom Gouverneur der Nationalbank, Ewald
Nowotny, das erhöht die Glaubwürdigkeit ihrer düsteren Zukunftsbilder
und ihrer Forderungen nach einen späteren Pensionsantritt oder einer
schmäleren Pension nicht gerade.
Hätte Nowotny gesagt, wir machen in der Nationalbank pensionsmäßig
reinen Tisch und setzen die Forderungen des Rechnungshofs um; hätte
er verlangt, das Pensionssystem der Stadt Wien zu sanieren, wo sich
die Bediensteten im Schnitt mit 53 in die Rente verabschieden; und
hätte er dann gesagt, dass nach diesen und anderen Maßnehmen trotzdem
alle dereinst einmal länger arbeiten müssen, dann hätte das einen
ganz anderen Klang gehabt.
Aber Wasser predigen und Wein trinken - das ist keine Politik, das
ist ein Ärgernis!
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0732/7606 DW 782
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