- 14.07.2010, 12:32:13
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Greenpeace: Kärnten muss gegen italienische AKW aktiv werden
Protestnote von LH Dörfler an italienische Region Venetien gefordert
Wien (OTS) - Greenpeace fordert angesichts der ablehnenden
Reaktionen zahlreicher Kärntner Landespolitiker gegen Silvio
Berlusconis Atompläne nun konkrete Taten. "Wir fordern den Kärntner
Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf, anstatt zu reden tatsächlich
gegen die geplanten italienischen Atomkraftwerke aktiv zu werden. Er
muss seine Ablehnung mittels einer öffentlichen Protestnote an den
Präsident der Region Venetien deutlich machen", so Niklas Schinerl,
Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace.
In Chioggia, unmittelbar neben Venedig und somit weniger als
zweihundert Kilometer von Villach und Klagenfurt entfernt, plant der
italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ein Atomkraftwerk
errichten lassen. Die geplanten Atomkraftwerke werden nicht nur neben
Italiens beliebtesten Urlaubsstränden in Lignano, Caorle, Jesolo und
Bibione stehen, sondern auch in unmittelbarer Grenznähe zu Kärnten.
Weder Österreich noch die grenznahen Bundesländer wie Kärnten,
Steiermark oder Tirol wurden bis heute über die geplante Errichtung
der Atomkraftwerke informiert. Die italienische Regierung unter
Berlusconi versucht möglichst viele Informationen über die geplanten
Standorte für die Atomkraftwerke zurück zu halten.
"Die Verantwortung auf die Bundesregierung abzuschieben reicht
nicht. Landeshauptmann Dörfler muss zum Schutz der Bevölkerung selbst
aktiv werden und besser heute als morgen bei seinem Amtskollegen in
Venetien Luca Zaia Protest gegen die wahnwitzigen Atompläne
Berlusconis einlegen", fordert Schinerl abschließend.
Rückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher Greenpeace,
Tel.: 0043 664 612 67 04
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace,
Tel.: 0043 664 612 67 18
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