Neues Volksblatt: "Die Hitz'" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 13. Juli 2010

Linz (OTS) - Wie viel Realitätsverweigerung, wie viel partei- und standespolitische Verbohrtheit eines Politikers und Gewerkschafters ist für die Bürger zumutbar?
Diese Frage stellt sich bei der Lektüre einer Aussendung, die der Eisenbahnergewerkschafter, oberösterreichische vida-Vorsitzende und stv. AK-
Präsident Reinhold Entholzer gestern verbreitet hat. Er prügelt in alter Apparatschik-Manier auf die ÖVP ein, weil diese, wie er schreibt, nach der Landtagswahl die SPÖ-Ressorts finanziell aushungere, zum Schaden der Eisenbahner, was "perfekt ins Weltbild der ÖVP passt".
Was ist geschehen, das den Mann so ausrasten lässt?
Am vergangenen Freitag hatte der oö. SPÖ-Verkehrsreferent Hermann Kepplinger in einer Pressekonferenz ein Maßnahmenpaket präsentiert, mit dem er Ordnung in das von seinem Vorgänger, dem früheren SPÖ-Vorsitzenden Erich Haider, geerbte finanzielle Chaos bringen will. Dabei, und jetzt Achtung!, dankte er ausdrücklich dem ÖVP-Finanzreferenten, LH Josef Pühringer, den Dank für seine Bereitschaft aus, den von Haider hinterlassenen Schuldenberg abzutragen. Damit der öffentliche Verkehr, und damit der Bahnverkehr, nicht zusammenbricht.
Was veranlasst also den roten Gewerkschafter zu seinen kuriosen Unterstellungen? Ist es wirklich nur die Hitz'?

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