Stellungnahme des Vorstands der Leopold Museum-Privatstiftung (LMPS) zu Gremiumsbericht

Statement zum ersten Bericht des beratenden Gremiums zur Bewertung der Provenienzforscher-Dossiers

Wien (OTS) - Der Vorstand der LMPS hat die vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur übermittelten ersten Feststellungen des Gremiums unter dem Vorsitz von Dr. Nikolaus Michalek erhalten. Das Gremium setzt sich in den Beurteilungen der Provenienzdossiers mit der Frage auseinander, ob in den vorliegenden Fällen unter den Gesichtspunkten des - im Falle der LMPS nicht anwendbaren -Kunstgüterrückgabegesetzes die Voraussetzungen für eine Rückgabe an die Rechtsnachfolger der früheren Eigentümer erfüllt wären.

Der Vorstand der LMPS nimmt die Beschlüsse des Gremiums zur Kenntnis und wird in angemessener Zeit darauf reagieren, Entscheidungen treffen und vorlegen. Dabei wird der Vorstand die Beurteilungen des Gremiums berücksichtigen und im Sinne des Washingtoner Abkommens faire und gerechte Lösungen suchen.

Der Vorgang der Provenienz-Erstellung bis zu den heute erstmals veröffentlichten Bewertungen des Gremiums hat der komplexen Sachlage entsprochen. Eine Lösung ist im Interesse aller Beteiligten, vor allem der Anspruchsteller und der LMPS selbst.

Eine gründliche Sichtung der Situation, eine daraus folgende Meinungsbildung sowie Gespräche mit den beteiligten Institutionen und Ministerien müssen für die LMPS Grundlage für so weit reichende Entscheidungen, wie es in dieser Angelegenheit der Fall ist, sein. Eine Entscheidung über die weitere Vorgangsweise kann daher nicht unmittelbar erfolgen, wir hoffen und wünschen aber, dass wir in angemessener Zeit unsrerseits zu Beschlüssen zu kommen.

Dessen ungeachtet werden wir in allernächster Zeit informelle Gespräche mit den Anspruchstellern bzw. deren Rechtsvertretern anbieten.

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