- 07.07.2010, 09:30:13
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WM: Nach alkoholisiertem Feiern nicht ans Steuer setzen
In den ersten Monaten 2010 passierten deutlich weniger Alkoholunfälle als im Vergleichszeitraum 2009.
Wien (OTS) - Die spannendsten Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft
stehen noch bevor. Für viele Fußballfans sind die Halbfinalspiele und
das Finale einmal mehr Anlass ausgelassener Feiern. Wer sich nach dem
Gläschen zu viel allerdings noch hinters Steuer setzt, erhöht das
Unfallrisiko - und damit die Gefahr für sich und andere drastisch:
Bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch wie im
nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt sie auf das Fünffache.
Bei 1,2 Promille ist die Gefahr eines Unfalls bereits 12 mal höher.
"Ob nach einem Fußballmatch oder dem feuchtfröhlichen Beisammensein
im Schanigarten: Der Spaß hört auf, wenn der Heimweg trotz
Alkoholkonsum hinterm Steuer angetreten wird. Menschen, die unter
Alkoholeinfluss ein Fahrzeug lenken, gefährden nicht nur ihr eigenes
Leben, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer", betont Klaus
Robatsch, Leiter des Bereichs Prävention im Kuratorium für
Verkehrssicherheit (KfV).
Im Jahr 2009 passierten insgesamt 2.478 Alkoholunfälle, bei denen
3.390 Menschen verletzt wurden. 46 Menschen wurden 2009 bei
Alkoholunfällen getötet. Im laufenden Jahr 2010 ereigneten sich von
Jänner bis Mai 739 Unfälle unter Alkoholeinfluss (2009: 839), bei
denen 993 Menschen verletzt (2009: 1.169) und zehn getötet wurden
(2009: 23). "Heuer können wir in den ersten Monaten im Vergleich zum
selben Zeitraum des Vorjahres eine deutliche Reduktion bei den
Alkoholunfällen feststellen. Nun geht es darum, diese erfreuliche
Entwicklung auf das Gesamtjahr zu übertragen. Denn Fahren unter
Alkoholeinfluss ist kein Kavaliersdelikt", sagt Robatsch.
Restalkohol nicht unterschätzen
Hat man Alkohol getrunken, sollte man auf jeden Fall mit öffentlichen
Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi nach Hause fahren. Die
stimmungssteigernde Wirkung von Alkohol führt schließlich zu extremer
Selbstüberschätzung, d.h. nüchtern ist den meisten Lenkern die Gefahr
bewusst, im alkoholisierten Zustand jedoch vergessen. "Nur wer
körperlich und geistig in der Lage ist, einen Pkw zu lenken, darf
sich ans Steuer setzen. Merkt man, dass jemand die Fahrt trotz
Alkoholkonsum antreten möchte, sollte man versuchen, ihn davon
abzuhalten und im Notfall den Autoschlüssel abnehmen, um so Unfälle
zu verhindern", rät Robatsch. Und auch am nächsten Tag können noch
Beeinträchtigungen bestehen. "Vielen Lenkern ist nicht bewusst, dass
es nach intensivem Alkoholkonsum sehr lange dauert, bis die Promille
gänzlich abgebaut sind. Die Effekte von Restalkohol dürfen nicht
unterschätzt werden, d.h. nach ausgelassenem Feiern und nur kurzem
Schlaf sollte man sich auch am Tag danach nicht hinters Steuer
setzen, schließt Robatsch.
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at
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