- 04.07.2010, 10:47:07
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LHStv. Scheuch fordert: Halbierung der Bundesförderung für Photovoltaikanlagen rückgängig machen
Einzelne Förderwerber benachteiligt, Vergabevorgang auch heuer problematisch
Klagenfurt (OTS/LPD) - Anlässlich der morgen, Montag, beginnenden
Photovoltaik-Förderaktion des Lebensministeriums kritisiert der
Kärntner Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch das Vorgehen von
Bundesminister Nikolaus Berlakovich. "Es ist zwar erfreulich, dass
die Fördersumme insgesamt angehoben wurde. Aber dem einzelnen
Förderwerber hilft das leider gar nichts. Ganz im Gegenteil, die
Zuschussförderung für Anlagen bis 5 kW wurde sogar um 48 Prozent
reduziert. Das muss der Minister schleunigst wieder rückgängig
machen. Sonst kann sich das ja keiner leisten", stellt Scheuch klar.
Für freistehende und Aufdach-Anlagen bis maximal 5,0 kWpeak gilt
eine Förderungspauschale von 1.300 Euro je kWpeak. 2009 gab es hier
noch 2.500 Euro. Bei gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen (GIPV)
bis maximal 5,0 kWpeak wird heuer mit 1.700 Euro pro kWpeak
gefördert. Letztes Jahr waren es noch 3.200 Euro. "De facto ist das
fast eine Halbierung der Fördersummen. So limitiert man den Ausbau
der Photovoltaik auf Alternativenergie-Idealisten. Für
Normalsterbliche rentiert sich der Einbau einer Photovoltaikanlage so
überhaupt nicht mehr. Berlakovich muss das raschest ändern", fordert
Scheuch. Es könne ja nicht Aufgabe der Länder sein, die Halbierung
der Bundesförderung mit zusätzlichen Landesförderungen auszugleichen.
"Der Bund versucht, das Finanzierungsproblem auf die Länder
abzuschieben", analysiert Scheuch die Vorgehensweise des
Lebensministeriums.
Bei der ab 5. Juli, 18 Uhr laufenden Förderaktion sind knapp 2,7
Millionen Euro für die Photovoltaikförderung im Bundesland Kärnten
reserviert. Im Gegensatz zu 2009, als die Server wegen des großen
Andrangs zusammengebrochen sind, wird diesmal die Förderaktion für
jedes Bundesland einzeln durchgeführt. Trotzdem befürchtet Scheuch
auch heuer wieder Probleme. "Mit dem Motto 'Wer zuerst kommt, mahlt
zuerst' und der ausschließlichen Online-Bewerbungsmöglichkeit
bevorzugt man Förderwerber mit schnellen Internetverbindungen. Wir
machen hier aber keine Anreizaktion für Breitband-Internet, sondern
für den Einsatz alternativer Energiequellen. Bundesminister
Berlakovich muss auch den Vergabevorgang überarbeiten", meint
Scheuch.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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