LHStv. Scheuch fordert: Halbierung der Bundesförderung für Photovoltaikanlagen rückgängig machen

Einzelne Förderwerber benachteiligt, Vergabevorgang auch heuer problematisch

Klagenfurt (OTS/LPD) - Anlässlich der morgen, Montag, beginnenden Photovoltaik-Förderaktion des Lebensministeriums kritisiert der Kärntner Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch das Vorgehen von Bundesminister Nikolaus Berlakovich. "Es ist zwar erfreulich, dass die Fördersumme insgesamt angehoben wurde. Aber dem einzelnen Förderwerber hilft das leider gar nichts. Ganz im Gegenteil, die Zuschussförderung für Anlagen bis 5 kW wurde sogar um 48 Prozent reduziert. Das muss der Minister schleunigst wieder rückgängig machen. Sonst kann sich das ja keiner leisten", stellt Scheuch klar.

Für freistehende und Aufdach-Anlagen bis maximal 5,0 kWpeak gilt eine Förderungspauschale von 1.300 Euro je kWpeak. 2009 gab es hier noch 2.500 Euro. Bei gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen (GIPV) bis maximal 5,0 kWpeak wird heuer mit 1.700 Euro pro kWpeak gefördert. Letztes Jahr waren es noch 3.200 Euro. "De facto ist das fast eine Halbierung der Fördersummen. So limitiert man den Ausbau der Photovoltaik auf Alternativenergie-Idealisten. Für Normalsterbliche rentiert sich der Einbau einer Photovoltaikanlage so überhaupt nicht mehr. Berlakovich muss das raschest ändern", fordert Scheuch. Es könne ja nicht Aufgabe der Länder sein, die Halbierung der Bundesförderung mit zusätzlichen Landesförderungen auszugleichen. "Der Bund versucht, das Finanzierungsproblem auf die Länder abzuschieben", analysiert Scheuch die Vorgehensweise des Lebensministeriums.

Bei der ab 5. Juli, 18 Uhr laufenden Förderaktion sind knapp 2,7 Millionen Euro für die Photovoltaikförderung im Bundesland Kärnten reserviert. Im Gegensatz zu 2009, als die Server wegen des großen Andrangs zusammengebrochen sind, wird diesmal die Förderaktion für jedes Bundesland einzeln durchgeführt. Trotzdem befürchtet Scheuch auch heuer wieder Probleme. "Mit dem Motto 'Wer zuerst kommt, mahlt zuerst' und der ausschließlichen Online-Bewerbungsmöglichkeit bevorzugt man Förderwerber mit schnellen Internetverbindungen. Wir machen hier aber keine Anreizaktion für Breitband-Internet, sondern für den Einsatz alternativer Energiequellen. Bundesminister Berlakovich muss auch den Vergabevorgang überarbeiten", meint Scheuch.
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