• 30.06.2010, 14:12:37
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  • OTS0264 OTW0264

Umweltdachverband an Verbund: Mega-Kapitalerhöhung - wofür jetzt?

- Zweckwidmung der 850 Mio.-Kapitalspritze von Republik und Ländern dringend erforderlich

Wien (OTS) - - Republik sollte die 500 Mio. für Gebäudesanierungs-
oder Solaroffensive verwenden

Wien, 30.06.10 (UWD) "Für den Bau von Wasserkraftwerken - wie den
geplanten Kavernenkraftwerken Limberg oder Reißeck - braucht die
Verbundgesellschaft wahrhaftig keine indirekten staatlichen
Hilfeleistungen in der Höhe von 850 Mio. Euro", erklärt Gerhard
Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. "Vor allem bei
Speicherkraftwerken, die "Cash Cows" der Verbundgesellschaft sind,
ist es absurd, öffentliche Geldmittel - aus den ohnehin leeren
Staatssäckeln - zu investieren. Gerade bei Wasserkraftwerken kann
sich der Verbund auf dem Kapitalmarkt mit billigem Geld bedienen. Es
wäre vernünftiger, wenn die Republik Österreich die 500 Mio. Euro aus
dem Budget für die Kapitalerhöhung der Verbundanteile direkt für eine
Gebäudesanierungs- oder Solaroffensive verwenden würde, die
sicherlich weit mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen würden,
als die laut Verbund sowieso so rentablen Wasserkraftwerke, die auch
ohne staatliche Hilfe gebaut werden", so Heilingbrunner.

Geplante Verbund-Kapitalerhöhung wirft viele offene Fragen auf
"Offen bleibt somit die Frage, warum zum jetzigen Zeitpunkt die
Mega-Kapitalspritze beschlossen wird und vor allem wofür sie
verwendet werden soll?", so Heilingbrunner. Jedenfalls nicht
verwendet werden dürfen die staatlichen Geldspritzen für:
- die Erweiterung der Werbeetats der Verbundgesellschaft,
- den Ausbau kalorischer Kraftwerke des Verbund (Mellach, Ebenthal)
- die Abdeckung des Kaufpreises für die Bayrischen Wasserkraftwerke
und der neu zu verhandelnden Lizenzabgaben an den Freistaat Bayern
- zur Stützung der Auslandsaktivitäten in der Türkei und in
Frankreich
- zur Unterstützung der italienischen Stromfirma "Sorgenia", an der
die Verbund fast 50 % Anteile hält und die beabsichtigt hat, sich bei
Bau von italienischen Atomkraftwerken zu beteiligen.
"Bis zur nächsten Aktionärversammlung sollte die Verbundspitze
verpflichtet werden, ein Einsparungsprogramm im Bereich Werbung und
Marketing vorzulegen", so der UWD-Präsident in einer ersten Reaktion.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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