• 29.06.2010, 14:48:26
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FPÖ: Kickl: Warum keine Konsequenzen aus ÖOC-Skandal für Hans Holdhaus?

Hielt offenbar Anteile des ÖOC-Schwarzgeldreisebüros von 32 Prozent für Strohmann, den er nicht nennen will

Wien (OTS) - In der heutigen Sitzung des Sportausschusses, bei der
ÖOC-Präsident Karl Stoss als Auskunftsperson Einblick in die
Prüfergebnisse der ÖOC-Prüfung gab, betätigte dieser auf Anfrage der
FPÖ, dass Hans Holdhaus seine 48-Prozent-Beteiligung am
ÖOC-Schwarzgeldreisebüro zu 8 Prozent selbst, zu 8 Prozent für die
Schlüsselfigur des Skandals, Ex-Generalsekretär Jungwirth, und weiter
32 Prozent für von ihm bis heute nicht genannte Hintermänner gehalten
habe, berichtete FPÖ-Sportsprecher NAbg. Herbert Kickl.

"Der Chef der Olympischen Delegation in Vancouver, Holdhaus, war
offenbar auf Anfrage des Chefs des ÖOC, Stoss, nicht bereit, darüber
Auskunft zu geben, für wen er diese Anteile gehalten hat. Für den
Anspruch des ÖOC nach Neuorientierung und Transparenz im Umgang mit
dem Skandal muss dieser Umstand genauso unhaltbar sein, wie er für
Sportminister Darabos unhaltbar sein muss", so Kickl. Schließlich sei
Holdhaus eine Art Multifunktionär im österreichischen Spitzensport
und verkörpere in gewisser Weise ein unhaltbares System der
Ämterkumulation, wobei öffentliche Finanzierungsströme gegeben seien.

Holdhaus sei zum Beispiel federführend für Förderungsvergaben im Team
Rot-Weiß-Rot, sitze in der Antidopingkommission der NADA und besitze
mit seinem IMSB eine Art sportwissenschaftliches Monopol. "Auch wenn
Holdhaus sich persönlich nichts zuschulden hat kommen lassen, muss
die Verstrickung in die Reisebürogesellschaft und die
Nichtbereitschaft zur Auskunftserteilung über die Hintermänner Anlass
für den Sportminister und das ÖOC zum Handeln sein. Die Frage des
Umgangs mit Hans Holdhaus ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit des
Bundesministers in Sachen verantwortungsbewusstem Umgang mit
Steuergeld. Sich mit der Verweigerung von Holdhaus zur
Auskunftserteilung zufriedenzugeben, setzt die Beteiligten jedenfalls
dem Verdacht aus, unliebsame Dinge im Zusammenhang mit dem ÖOC zu
decken", schloss Kickl.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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