- 29.06.2010, 13:41:51
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Wirtschaftsgespräche zwischen Serbiens Präsident Tadic und WKÖ-Präsident Leitl
Österreich ist größter Auslandsinvestor in Serbien - Chancen zum Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen in Infrastruktur, Umwelt und Industriemodernisierung
Wien (OTS/PWK541) - Noch vor dem offiziellen Termin bei
Bundespräsident Heinz Fischer, traf der serbische Präsident Boris
Tadic heute in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit
WKÖ-Präsident Christoph Leitl und österreichischen Unternehmen zu
bilateralen Wirtschaftsgesprächen zusammen.
WKÖ-Präsident Leitl wies darauf hin, dass " sich die
österreichisch-serbischen Wirtschaftsbeziehungen in den vergangenen
Jahren sehr positiv entwickelt haben". Das Handelsvolumen zwischen
Serbien und Österreich näherte sich im Jahr 2008 bereits der 900
Millionen-Euro-Marke. Im Weltwirtschaftskrisenjahr 2009 gingen sowohl
die Exporte nach als auch die Importe aus Serbien zurück. Heuer sei
aber mit einer Erholung zu rechnen, auch weil der serbische
Wirtschaftsmotor wieder angesprungen ist - für 2010 wird ein BIP-Plus
von bis zu 2,5 Prozent erwartet. Im ersten Quartal 2010 exportierte
Österreich Waren im Wert von 95 Millionen Euro nach Serbien. Das
Importvolumen machte 55 Millionen Euro aus. Zu den umsatzstärksten
Export-Warengruppen zählen Maschinen und Anlagen, Kraftfahrzeuge,
Papier und Pappe, Kunststoffe sowie Pharmazeutische Erzeugnisse.
"Unsere intensiven Wirtschaftsbeziehungen zeigen sich auch darin,
dass Österreich nach offizieller Statistik der serbischen
Nationalbank mit 2,2 Milliarden Euro Investitionssumme der größte
ausländische Investor in Serbien ist", betonte Leitl. Über 300
heimische Unternehmen sind vor Ort vertreten. Ein Schwerpunkt liegt
im Bereich Banken und Versicherungen. Der dritte Mobilfunkbetreiber
Serbiens, Vip Mobile, ist eine Tochter der österreichischen Mobilkom
und daneben auch der größte Greenfield-Investor des Landes, die OMV
unterhält ein dichtes Tankstellennetz, daneben sind zahlreiche
österreichische Baufirmen vor Ort präsent. Zu den größeren
Neuinvestitionen im Jahr 2009 gehören u.a. Kika (Eröffnung eines
Möbelhauses in Belgrad), Kronotec/Kronospan (Spanplattenwerk in
Lapovo) sowie die Spedition Gebrüder Weiss (Kauf der serbischen
Eurocargo). Im Februar 2010 erwarb die österreichische New Frontier
Holding eine Mehrheit am Belgrader IT-Dienstleister Saga.
Leitl und Tadic waren sich einig, dass auch weiterhin gute Chancen
für einen Ausbau der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen bestehen.
Positiv wird sich dabei das Stabilisierungs- und
Assoziierungsabkommen (SAA) zwischen der Europäischen Union und
Serbien, das heuer in Kraft getreten ist, sowie das
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Serbien auswirken,
das im Herbst 2009 paraphiert wurde und spätestens zu Jahresbeginn
2011 in Kraft treten wird. Chancen für österreichische Unternehmen
gibt es in den Bereichen Industriemodernisierung und
Infrastrukturausbau, hier vor allem im Energiesektor. Weiters
interessant sind alle Bereiche der Umwelttechnik (Belgrad, als größte
Stadt des Landes hat z.B. bis dato noch keine Kläranlage) sowie der
Sektor der Kfz-Zulieferer. Darüber hinaus sind
Beratungsdienstleistungen nach europäischen Standards sowie auch die
Nahrungs- und Genussmittelindustrie viel versprechend für
österreichische Unternehmen. (BS)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
Mag. Bernhard Salzer
Tel.: T:(+43) 0590 900-4464, F:(+43) 0590 900-263
mailto:[email protected]
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