• 29.06.2010, 12:10:27
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Musiol: Beschäftigte im Sozialbereich arbeiten am Limit

Grüne: Statt gegenzusteuern und endlich Geld zu investieren, plant die Regierung sogar noch dramatischere Einschnitte im Sozialbereich

Wien (OTS) - Dass Beschäftigte im Sozialbereich heute erneut
demonstrieren und lautstark ihren Unmut äußern, ist ein "Zeichen
dafür, wie angespannt die Situation ist", erklärt die
Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol. Dass Beschäftigte aus
dem Gesundheits- und Pflegebereich, der Jugendwohlfahrt, der
Bewährungshilfe sowie der Kinderbetreuung gemeinsam auf der Straße
stehen macht deutlich, dass der gesamte Sozialbereich das Schicksal
der fehlenden Ressourcen teilt.

Welchen Stellenwert soziale Arbeit für eine Gesellschaft hat, scheint
die Regierung noch nicht erkannt zu haben: die Unterstützung von
Menschen in Not, psychologische Hilfen, sowie Pflege- und
Betreuungsleistungen sind zentrale Aufgaben der Sozialarbeit, die der
Staat nicht weiter ausdünnen darf. "Der Sozialbereich wurde schon in
den letzten Jahren derart ausgehungert, dass Beschäftigte am Rande
ihrer Kapazitäten arbeiten. Anstatt gegenzusteuern und endlich Geld
zu investieren, plant die Regierung sogar noch dramatischere
Einschnitte im Sozialbereich", kritisiert Musiol.

Welche negativen Konsequenzen diese verfehlte Politik von SPÖ und ÖVP
hat, zeigt sich im Bereich der Kinderbetreuung sehr deutlich:
KindergartenpädagogInnen leisten wichtige Bildungsarbeit, stehen aber
in überfüllten Gruppen, betreuen zu viele Kinder auf engem Raum und
werden dafür mit Mini-Löhnen abgespeist. Es sei also kein Wunder,
dass in allen Bundesländern mit Personalmangel gekämpft werde.
"Einsparungen im Sozialbereich sind auch wirtschaftlich kurz gedacht,
denn wie sollen Eltern einer Erwerbsarbeit nachgehen können, wenn ein
flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuung nicht vorhanden ist", so
die Familiensprecherin der Grünen.

"Die massiven Proteste der Beschäftigten sollten der Regierung eine
Warnung sein. Es ist Zeit, die Hilferufe ernst zu nehmen und der
Aushungerung des Sozialbereichs ein Ende zu machen", schließt Musiol.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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