• 29.06.2010, 11:28:05
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  • OTS0135 OTW0135

Korrektur zu OTS0124: Skandalöser Sitzungsboykott von Postaufsichtsratschef Michaelis

Trotz korrekter Einberufung bleiben Michaelis und alle anderen Kapitalvertreter fern

Wien (OTS/ÖGB) - Im ersten Absatz muss es richtig lauten:
Postaufsichtsratsvorsitzender Michaelis hat am 29. Juni 2010 die von
den vier Belegschaftsvertretern entsprechend dem Aktiengesetz und der
Satzung der Post AG korrekt einberufene Aufsichtsratssitzung
boykottiert und ist der Sitzung gesetzwidrig ferngeblieben. Neben
Michaelis war trotz der ernsten Situation im Filialnetz auch kein
anderer Kapitalvertreter anwesend

Wien (GPF/ÖGB) Skandalöser Sitzungsboykott von Postaufsichtsratschef
Michaelis

Trotz korrekter Einberufung bleiben Michaelis und alle anderen
Kapitalvertreter fern

Postaufsichtsratsvorsitzender Michaelis hat am 29. Juni 2010 die von
den vier Belegschaftsvertretern entsprechend dem Aktiengesetz und der
Satzung der Post AG korrekt einberufene Aufsichtsratssitzung
boykottiert und ist der Sitzung gesetzwidrig ferngeblieben. Neben
Michaelis war trotz der ernsten Situation im Filialnetz auch kein
anderer Kapitalvertreter anwesend. +++

Das Defizit der Postfilialen hat sich von 2008 auf 2009 von minus
15,9 Millionen Euro auf 33,2 Millionen Euro - trotz massiver
Postamtsschließungen und Umwandlungen in Postpartner - mehr als
verdoppelt. Gleichzeitig werden die Postamtsschließungen und die
Eröffnung von neuen Postpartnern mit voller Geschwindigkeit vom
zuständigen Postvorstand fortgesetzt.

Zentralausschuss-Vorsitzender Gerhard Fritz dazu: "Da alle
Aufsichtsratsmitglieder in Kenntnis dieses Sachverhalts sind, ist das
Fernbleiben von Aufsichtsratschef Michaelis und der anderen
Aufsichtsratsmitglieder inakzeptabel, verantwortungslos und rechtlich
bedenklich. Dieses unfassbare Vorgehen kann nicht ohne Konsequenzen
bleiben."

"Der Mehrheitseigentümer der Post, Finanzminister Pröll wird von uns
über das skandalöse Vorgehen von Aufsichtsratsvorsitzenden Michaelis
und der ebenfalls fern gebliebenen Kapitalvertreter in Kenntnis
gesetzt. Es ist für uns unvorstellbar, dass Minister Pröll als
zuständiges Regierungsmitglied das wiederholt verantwortungslose
Verhalten seines ÖIAG-Vorstandes akzeptiert und toleriert", so
Gerhard Fritz weiter. Bereits vor Wochen gerieten die
Kapitalvertreter des Aufsichtsrates ins Kreuzfeuer medialer Kritik,
als sie sich trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes mittels
Beschluss selbst die eigenen Aufsichtsratsvergütungen erhöhen
wollten.

Noch heute wird die Belegschaftsvertretung Rechtsanwälte beauftragen,
um alle möglichen rechtlichen Schritte, sowohl aktienrechtlich als
auch arbeitsverfassungsrechtlich zu prüfen und gegebenenfalls die
notwendigen Schritte bei den zuständigen Gerichten, der
Staatsanwaltschaft und eventuell auch beim Rechnungshof einzuleiten.
Ergänzend dazu wurde heute dem Postvorstand und dem Aufsichtsrat von
der Arbeitnehmervertretung ein Konzept für die Erhaltung von
Postfilialen übermittelt. Damit will die Personalvertretung zukünftig
hunderte eigenbetriebene Postfilialen am Land retten.

ÖGB, 29. Juni 2010

Rückfragehinweis:

Martin Palensky
   Zentralausschuss Post AG
   0664 624 1206
    
   Manfred Wiedner
   Zentralausschuss Post AG
   0664 6241210

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