Neues Volksblatt: "Normalität" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 26. Juni 2010

Linz (OTS) - Das Hochwasser des Jahres 2002 war ein Jahrhundertereignis, das auch acht Jahre später noch die Gemüter bewegt - und zwar vor allem positiv. So können künftig die Menschen entlang der Donau von Mauthausen abwärts darauf vertrauen, dass ihnen der Hochwasserschutzdamm ein abermaliges "Absaufen" wie im Jahr 2002 erspart. Zu Recht feiert man morgen, Sonntag, die Fertigstellung der ersten Bauetappe.
Positiv anzumerken ist auch noch etwas anderes. Fast 26.000 Anträge um Hochwasserhilfe wurden 2002 in OÖ an den Katastrophenfonds gestellt, in 16.000 Fällen gab es tatsächlich Geld, in Summe 250 Millionen Euro. Aber, und das ist wirklich bemerkenswert: In keinem einzigen Fall, auch nicht in einem abgelehnten, kam es zu einer nachträglichen Beschwerde.
Den Menschen wurde geholfen, rasch und möglichst unbürokratisch, was sogar der Landesrechnungshof zugibt. Dass trotzdem formalistische Haare in der Prüfsuppe gefunden wurden, mag für Politik und Beamtenschaft relevant sein, aber ein Aufreger oder gar ein Skandal ist diese Nachricht nicht. Was zählt ist: OÖ kehrte, wie es LR Stockinger sagt, "möglichst rasch zur Normalität des Lebens" zurück. Das ist ein Verdienst aller Beteiligten.

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