• 24.06.2010, 10:50:43
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Konsument: Grüner Veltliner - Gute Tropfen sind durchaus preiswert

Höherpreisige Weine nicht immer im Spitzenfeld vertreten - Testsieger um 3,99 Euro

Wien (OTS/VKI) - Der Grüne Veltliner hat inzwischen vor allem bei
jungen Sommeliers aus Übersee einen ausgezeichneten Ruf. Im
klassischen Weißweinland Österreich ist er seit vielen Jahren
unangefochten die Nummer eins. Der Verein für Konsumenteninformation
(VKI) hat 28 Grüne Veltliner im Preissegment zwischen drei und zehn
Euro auf Alkoholgehalt, Restzucker und freies Schwefeldioxid
untersucht. Darüber hinaus wurden die Weine in einer Blindverkostung
von Experten und Laien bewertet. "Das Ergebnis kann sich durchaus
sehen lassen: Zwanzig von 28 Weinen erhalten ein ,gut', der Rest
schneidet ,durchschnittlich' ab. Unter den ,guten' Weinen finden sich
auch zahlreiche preiswerte Weine. Qualität ist also nicht zwangsweise
an einen hohen Preis gebunden", fasst Ing. Franz Floss,
VKI-Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Untersuchung, das
Ergebnis zusammen.

Höherpreisigere Weine sind dagegen nicht immer automatisch im
Spitzenfeld zu finden: Die Grünen Veltliner von Jochinger Berg und
Willi Bründlmayer landeten etwa aufgrund "weniger
zufriedenstellender" Bewertungsergebnisse bei der Expertenverkostung
auf den hinteren Rängen.

Testsieger um 3,99 Euro

"Im Vergleich zur letzten Untersuchung des VKI im Jahr 1993
schafften immerhin 20 Weine ein gutes Ergebnis. Damals konnte
lediglich die Hälfte überzeugen", so Ing. Franz Floss. "Die genaue
chemische Analyse ergab, dass die Zusammensetzung aller getesteten
Veltliner tadellos ist. Darüber hinaus finden sich zahlreiche
preiswerte Weine unter den ersten Plätzen. Mit Schloss Fels, der um
3,99 Euro pro Flasche erhältlich ist, konnte sich sogar einer der
preiswertesten Weine als Testsieger positionieren." Weitere "gute"
Weine zwischen drei und vier Euro stammen von Winzer Krems Sandgrube
13, Rieden Selection - erhältlich bei Hofer - sowie von Ja!
Natürlich.

Eine Frage des Geschmacks

Unterschiedliche Bewertungen ergaben sich bei der Verkostung durch
Laien und Experten. "Während unsere Laienverkoster kaum etwas zu
bekritteln hatten und beinahe alle Weine gleich gut mundeten,
erhielten bei den Profis lediglich sechs Weine ein gutes Testurteil",
resümiert VKI-Ernährungswissenschafterin Mag. Birgit Beck. "Das
Weingut Bannert schaffte als einziges aus dem Testfeld eine Topnote.
Dass es der Wein letztlich doch nicht ganz an die Spitze geschafft
hat, liegt an der mangelhaften Kennzeichnung." Weiters erzielten die
Weine von Fred Loimer, Markus Huber, das Weingut Wien Cobenzl und
Johannes Zillinger bei den Experten gute Ergebnisse.

Wenig schmeichelhafte Urteile gab es von den Verkostungsprofis
dagegen für die Grünen Veltliner von Bründlmayer und Katzensprung.
Hier stellten die Experten "dumpfe Töne" sowie einen sogenannten
"Böckser" fest. Darunter versteht man den Geruch des Weines nach
faulen Eiern. Dieser entsteht während der Gärung durch die Umwandlung
von schwefelhaltigen Substanzen in Schwefelwasserstoff. Zudem konnten
die Grünen Veltliner von Jochinger Berg und Windspiel die Experten
nicht überzeugen.

Schraubverschluss als Norm

Bis auf den Kremser Schmidt der Winzer Krems Sandgrube 13 sind
alle getesteten Weine mit einem Schraubverschluss versehen. Ing.
Franz Floss: "Was früher undenkbar war, ist damit heute nahezu
alltäglich. Schätzungen zufolge haben zwei Drittel aller Weißweine,
die in Flaschen angeboten werden, einen Schraubverschluss. Dass dies
keine negativen Auswirkungen auf den Inhalt der Flaschen hat, zeigen
auch die guten Testergebnisse."

Alle Testdetails sowie weiterführende Informationen zum Thema gibt
es auf www.konsument.at sowie in der Juli-Ausgabe des Testmagazins
"Konsument".

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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