• 17.06.2010, 13:16:14
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GPA-djp-Katzian: Mindestsicherung und Vermögenssteuer sind Eckpfeiler für mehr Verteilungsgerechtigkeit

Privatvermögen wieder auf dem Niveau vor Ausbruch der Krise, während Armut steigt

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Behauptungen von Kaltenegger werden durch
gebetsmühlenartiges Wiederholen nicht wahr", kommentiert der
Vorsitzende der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp),
Wolfgang Katzian, dessen neuerliches Nein zu einer Vermögenssteuer,
weil dadurch der Mittelstand belastet würde. "Das einzige konkrete
Modell zur Vermögenssteuer ist jenes der GPA-djp, in dem wir eine
Besteuerung von Vermögen ab 500.000 Euro fordern. Es geht weder
darum, Häuslbauer zur Kasse zu bitten noch darum, jahrelang
angesparte Guthaben auf Sparbüchern zu reduzieren: Es geht darum,
dass endlich auch jene einen Beitrag zur Bewältigung der Krise
leisten, die bis jetzt nur davon profitiert haben", erinnert Katzian
an die aktuelle Studie, die bestätigt, dass die auf dem Kapitalmarkt
angelegten Privatvermögen bereits wieder auf dem Niveau aus der Zeit
vor der Krise liegen und dass die Zahl der Millionäre in Österreich
von 35.582 im Jahr 2007 auf mehr als 39.000 angestiegen ist. ++++

Wenn Kaltenegger sich jetzt als Anwalt des Mittelstands sehe, dann
soll er auch die von der ÖVP geforderte Erhöhung von Massensteuern
ablehnen, so Katzian: "Höhere Massensteuern würden in erster Linie
Klein- und MittelverdienerInnen treffen und natürlich die Inflation
in die Höhe treiben - also ein völlig falscher Ansatz. Zwei Drittel
des heimischen Steueraufkommens bestehen aus Lohn-, Einkommens- und
Mehrwertsteuern - neben Banken und Spekulanten müssen Unternehmen
stärker in die Pflicht genommen werden: Arbeit ist viel zu hoch,
Kapital und Vermögen sind zu gering besteuert."

Vor diesem Hintergrund sei auch das Blockieren der Mindestsicherung
durch die ÖVP an Zynismus nicht zu überbieten, so Katzian
abschließend: "Der Bezug der Mindestsicherung ist wie alle
Sozialleistungen verknüpft mit strengen Richtlinien, dazu gehört auch
die Bereitschaft, sich in den Arbeitsmarkt einzugliedern.
Mindestsicherung und Vermögenssteuer sind also wesentliche
Eckpfeiler, um mehr Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen!"

Rückfragehinweis:

Litsa Kalaitzis
   Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
   Pressesprecherin
   Alfred-Dallinger-Platz 1
   1034 Wien
   Tel.:    05 0301-21553
   Mobil.: +43 676 817 111 553
   Email: [email protected]
   Internet: www.gpa-djp.at

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