GPA-djp-Katzian: Mindestsicherung und Vermögenssteuer sind Eckpfeiler für mehr Verteilungsgerechtigkeit

Privatvermögen wieder auf dem Niveau vor Ausbruch der Krise, während Armut steigt

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Behauptungen von Kaltenegger werden durch gebetsmühlenartiges Wiederholen nicht wahr", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, dessen neuerliches Nein zu einer Vermögenssteuer, weil dadurch der Mittelstand belastet würde. "Das einzige konkrete Modell zur Vermögenssteuer ist jenes der GPA-djp, in dem wir eine Besteuerung von Vermögen ab 500.000 Euro fordern. Es geht weder darum, Häuslbauer zur Kasse zu bitten noch darum, jahrelang angesparte Guthaben auf Sparbüchern zu reduzieren: Es geht darum, dass endlich auch jene einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, die bis jetzt nur davon profitiert haben", erinnert Katzian an die aktuelle Studie, die bestätigt, dass die auf dem Kapitalmarkt angelegten Privatvermögen bereits wieder auf dem Niveau aus der Zeit vor der Krise liegen und dass die Zahl der Millionäre in Österreich von 35.582 im Jahr 2007 auf mehr als 39.000 angestiegen ist. ++++

Wenn Kaltenegger sich jetzt als Anwalt des Mittelstands sehe, dann soll er auch die von der ÖVP geforderte Erhöhung von Massensteuern ablehnen, so Katzian: "Höhere Massensteuern würden in erster Linie Klein- und MittelverdienerInnen treffen und natürlich die Inflation in die Höhe treiben - also ein völlig falscher Ansatz. Zwei Drittel des heimischen Steueraufkommens bestehen aus Lohn-, Einkommens- und Mehrwertsteuern - neben Banken und Spekulanten müssen Unternehmen stärker in die Pflicht genommen werden: Arbeit ist viel zu hoch, Kapital und Vermögen sind zu gering besteuert."

Vor diesem Hintergrund sei auch das Blockieren der Mindestsicherung durch die ÖVP an Zynismus nicht zu überbieten, so Katzian abschließend: "Der Bezug der Mindestsicherung ist wie alle Sozialleistungen verknüpft mit strengen Richtlinien, dazu gehört auch die Bereitschaft, sich in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Mindestsicherung und Vermögenssteuer sind also wesentliche Eckpfeiler, um mehr Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen!"

Rückfragen & Kontakt:

Litsa Kalaitzis
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
Pressesprecherin
Alfred-Dallinger-Platz 1
1034 Wien
Tel.: 05 0301-21553
Mobil.: +43 676 817 111 553
Email: litsa.kalaitzis@gpa-djp.at
Internet: www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006