2. vida-Frauenkonferenz: Gleichstellung von Frauen und Männern im Interesse aller

Elisabeth Vondrasek wurde als vida-Frauenvorsitzende bestätigt

Wien (OTS/ÖGB) - Bei der 2. Bundesfrauenkonferenz in der Verkehrs-und Dienstleistungsgewerkschaft vida wurde Elisabeth Vondrasek mit 98,61 Prozent der Stimmen als Vorsitzende bestätigt. +++

"Die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist nicht nur eine soziale Frage, sondern im wirtschaftlichen Interesse aller. Wer die Armut bekämpfen will, muss dafür sorgen, dass bei der Chancengleichheit der Frauen etwas weiter geht", so die vida-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek. Die vida-Frauen fordern die Abschaffung der Anrechnung des Partnereinkommens auf die Notstandshilfe sowie die Durchsetzung von mindestens 1.300 Euro Brutto-Lohn bei Vollzeitarbeit.

Alle Beschäftigungsverhältnisse, also auch geringfügige Beschäftigung, sollen der Pflichtversicherung in der Sozialversicherung unterliegen und damit die Einbeziehung in die Pensions-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung sicherstellen, so eine weitere Forderung im Rahmen der vida-Bundesfrauenkonferenz

Chancengleichheit durch Änderung der kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen

Die Einkommensschere ist in Österreich mittlerweile so groß, dass vor allem Änderungen der gesetzlichen und kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen eine Verbesserung der Chancengleichheit bewirken können. "Der innerhalb der Gewerkschaft vida beschlossene Maßnahmenplan zur Gleichstellungspolitik im KV-Bereich muss daher konsequent weitergeführt und umgesetzt werden", fordert Vondrasek. Zentraler Ansatz zur Neubewertung von Arbeit sei die Sensibilisierung von KollektivvertragsverhandlerInnen und die Sicherstellung, dass beide Geschlechter in den Verhandlungsgremien gleich verteilt sind.

Fokus auf Diversifikation der Ausbildungswege und der Berufswahl von jungen Frauen

Die Konzentration von Frauen auf wenige und tendenziell gering bezahlte Berufsbereiche ist einer der wesentlichen Gründe für die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Eine Diversifikation der Ausbildungswege und der Berufswahl von Frauen sei deshalb notwendig: "Wir müssen Frauen motivieren, nichttraditionelle Ausbildungen und Berufe im technischen Bereich zu ergreifen, die erfahrungsgemäß höhere gesellschaftliche Anerkennung und höheres Einkommen bringen", so die vida-Frauenvorsitzende.

Einerseits sei es daher wichtig, junge Frauen und Mädchen für technische Berufe zu begeistern, andererseits setzen sich die vida-Frauen intensiv dafür ein, dass auch die ArbeitnehmerInnen im Dienstleistungsbereich eine ordentliche Entlohnung erhalten:
"Innovative und besser bezahlte Arbeitsplätze in frauendominierten Branchen könnten dazu beitragen, das Lohnniveau von derartigen Branchen insgesamt anzuheben. Dazu zählt der gesamte Dienstleistungssektor wie etwa der Gesundheits- und Pflegebereich oder die Kinderbetreuung. Gerade in diesen verantwortungsvollen und anspruchsvollen Berufen müssen ArbeitnehmerInnen entsprechend entlohnt werden, denn sie alle begleiten - von der Kindheit bis ins hohe Alter - die Bevölkerung ein Leben lang", erklärt Vondrasek abschließend.

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