- 10.06.2010, 13:03:28
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Ärztekammer: Einigung mit SVA - bessere medizinische Versorgung
Neuer Gesamtvertrag gilt ab 1. Juni - Wawrowsky: "Vor allem Patienten als Gewinner"
Wien (OTS) - Nach einem siebenstündigen Verhandlungsmarathon hat
sich die Bundeskurie Niedergelassene Ärzte mit der SVA auf einen
neuen Gesamtvertrag geeinigt. Dieser gilt rückwirkend ab 1. Juni. "Am
Ende hat die Vernunft im Sinne unserer Patientinnen und Patienten
gesiegt", zeigte sich der Präsident der Österreichischen Ärztekammer
(ÖÄK), Walter Dorner, zufrieden. Neben einer neuen Honorarordnung
soll auch das bestehende System verbessert werden. Prävention und die
Begleitung chronisch Kranker stehen dabei im Zentrum. "Die SVA hat
nach zähem Ringen ihre Verantwortung als Sozialversicherung gegenüber
ihren Versicherten wahr genommen. Ab sofort können die Patienten beim
Arzt wieder wie gewohnt mit der e-card abrechnen", so Dorner.
"Es gibt nach diesen Verhandlungen vor allem einen Gewinner. Und das
sind die Patienten", erklärte der Obmann der Bundeskurie
Niedergelassene Ärzte, Günther Wawrowsky, nach dem Gespräch.
Voraussetzung für den positiven Ausgang sei ein Entgegenkommen der
Gewerbeversicherung gewesen, die durch WKO-Präsident und SVA-Obmann
Christoph Leitl sowie dessen Stellvertreter Martin Gleitsmann
vertreten war. Letztendlich habe man sich auf eine Stärkung des
niedergelassenen Bereichs mit dem Aufbau eines Vertrauensarztmodells,
das eine bessere Versorgung sowie Begleitung chronisch Kranker
gewährleisten soll, geeinigt. Auch die therapeutische Aussprache, die
Psychotherapie sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie werden nun
besondere Beachtung finden - ein besonderes Anliegen von
ÖÄK-Präsident Dorner.
"Gerade Selbständige können es sich nicht leisten, krank zu sein",
ergänzte Wawrowsky. Dem wolle man daher mit Präventionsprojekten
Rechnung tragen. "Die Patientinnen und Patienten werden persönlich
regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen eingeladen. Es wird Anreize
geben, gesund zu leben." Auch auf eine neue Honorarordnung hätte man
sich letztendlich verständigen können. Das neue Projekt soll 2011 in
die Pilotphase gehen.
Wawrowsky ist optimistisch: "Ich erwarte mir künftig nicht nur eine
Verbesserung der medizinischen Versorgung, sondern auch eine bessere
und vor allem andere Zusammenarbeit mit der SVA, damit eine Situation
wie in den vergangenen Monaten künftig vermieden werden kann." Ihm
liege viel an der Sozialpartnerschaft und die Partner hätten nunmehr
bewiesen, dass ihre Zusammenarbeit zukunftsträchtig sei. Bei dem
neuen Projekt handle es sich um einen innovativen Weg, der Vorbild
für das gesamte Gesundheitssystem sein könnte, so Dorner und
Wawrowsky abschließend. (zk)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14
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