- 10.06.2010, 11:39:07
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Katholische Jugend: Zivildienst ein Lotteriespiel?
Jugendliche werden durch den Zuweisungsstopp von Zivildienern im Regen stehen gelassen
Wien (OTS) - Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) ist von der
Mitteilung, dass die Mittel für die Förderung von Zivildienern für
das Jahr 2010 bereits jetzt ausgeschöpft sind, völlig überrascht
worden.
"In einem kurzen Telefonat wurde uns seitens der
Zivildienstserviceagentur mitgeteilt, dass kein Geld mehr vorhanden
sei. Zukünftige Zivildiener, die sich bereits auf ihren Einsatz
gefreut und vorbereitet haben, stehen nun im Regen.", fasst Matthias
Zauner, Vorsitzender der KJÖ, die aktuelle Situation bestürzt
zusammen.
Die Katholische Jugend ist auf mehreren Ebenen von dieser
dramatischen Nachricht betroffen. Einerseits ist die KJÖ als
jahrzehntelange Zivildienst-Einrichtung selbst von der aktuellen
Entwicklung betroffen und soll dieses Jahr weniger Zivildiener
zugewiesen bekommen, andererseits leistet die Katholische Jugend seit
Jahren Zivildienstberatung im Ausmaß von mehreren hundert
Arbeitsstunden jährlich. "Welche Informationen können wir
Jugendlichen in unseren Beratungen nun geben?", reagiert Zauner
verärgert und beklagt, dass "Jugendliche und die Trägereinrichtungen
ohne jegliche Vorinformation vor vollendete Tatsachen gestellt
werden."
Kurz nach Ende der Begutachtungsfrist für die
Zivildienstgesetznovellierung (ZDG-Novelle 2010), aus der die
generelle Tendenz herauszulesen ist, die Rechte der Zivildiener zu
beschneiden und Budgeteinsparungen auf Kosten der Betroffenen zu
tätigen, bedeutet die gestrige Hiobsbotschaft für hunderte zukünftige
Zivildienstleistende den nächsten massiven Einschnitt.
Ohne Vorwarnung wird von den Jugendlichen verlangt, von einem Tag
auf den anderen, ihre gesamte Lebensplanung umzustellen. "Die
Möglichkeit, Zivildienst leisten zu können, darf nicht zu einem
Lotteriespiel verkommen! Wir fordern Innenministerin Dr. Maria Fekter
auf, den Zuweisungsstopp mit sofortiger Wirkung aufzuheben und
erwarten uns, dass die nötigen finanziellen Mittel dafür locker
gemacht werden", so Zauner abschließend.
Die aktuelle Stellungnahme der Katholischen Jugend Österreich zur
ZDG-Novelle 2010 kann unter
www.katholische-jugend.at/zdg-novelle-2010 heruntergeladen werden.
Rückfragehinweis:
Mag.a Mirjam Nekolar Öffentlichkeitsarbeit Katholische Jugend Österreich Tel: (+43) 1 / 512 16 21 DW 31 Mobil: (+43) 676 / 880 11 1554 [email protected]
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