- 08.06.2010, 10:32:23
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Ärzte-Ausbildung: Soziale Kompetenz ist gefragt
Niedermoser positiv zu Karl-Vorschlag - subjektive und objektive Eignung überprüfen
Wien (OTS) - Positiv reagierte der Vorsitzende der
Ausbildungskommission der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und
Präsident der Oberösterreichischen Ärztekammer, Peter Niedermoser,
auf den Vorschlag von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl, die
soziale Kompetenz künftiger Medizinerinnen und Mediziner zu
überprüfen. "Ich finde die Idee sehr gut. Man muss die soziale
Kompetenz möglichst zu Beginn des Studiums abklären", stärkte
Niedermoser der Ministerin den Rücken. In einer Aussendung plädierte
er für eine Überprüfung der objektiven und subjektiven Eignung der
Studierenden im Rahmen eines "Karrieregesprächs", das am besten am
Ende der zweisemestrigen Studieneingangsphase stattfinden sollte.
Die Absolventinnen und Absolventen, die derzeit die Medizinischen
Universitäten verließen, seien sehr gut ausgebildet. Wie gut die
Jungärztinnen und -ärzte aber mit Patienten umgehen können, werde
derzeit nicht überprüft, und auch die Aufnahmeprüfung der Medunis
lege mehr Wert auf naturwissenschaftliche Grundkenntnisse,
geometrisches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit und Konzentration.
In etwa einem Monat werden sich wieder rund 7000 Bewerberinnen und
Bewerber der Eignungsprüfung stellen.
"Die soziale Kompetenz ist für einen guten Arzt ebenfalls
unerlässlich", so Niedermoser. Bereits jetzt sähen die Lehrpläne an
Österreichs Medizinischen Universitäten vor, dass die Studierenden im
Rahmen von Praktika möglichst früh Kontakt zu Patientinnen und
Patienten bekommen. "Hier könnte man gleich überprüfen, wie gut die
Studierenden mit den Patienten umgehen können, wie hoch ihre soziale
Kompetenz ist - am besten bereits in der zweisemestrigen
Studieneingangsphase", lautete der Vorschlag des
Ausbildungs-Verantwortlichen der ÖÄK. Das "Karrieregespräch" am Ende
des ersten Studienjahres solle dann auch klären, wie zufrieden die
künftigen Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Berufswahl sind. In
Kombination mit der Eingangsprüfung könnten frühzeitiger
Patientenkontakt und das "Karrieregespräch" auch helfen, "die Spreu
vom Weizen zu trennen", so Niedermoser abschließend. (sl)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14
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