• 07.06.2010, 15:10:34
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ÖH: Nicht offener Zugang sondern Unterfinanzierung hemmt die Qualität des Studienangebots

ÖH fordert Schulreform um sozialer Selektion entgegenzuwirken

Wien (OTS) - "Nicht der offene Hochschulzugang sondern die
chronische Unterfinanzierung der österreichischen Universitäten hemmt
die Qualität des Studienangebots", sagt Sigrid Maurer vom
ÖH-Vorsitzteam in Reaktion auf den Bericht von Cheps und CHE
"Governance and Funding Reform in the European Higher Education
Area". "Wie der Bericht richtig erkennt ist die Eintrittsquote in den
Hochschulsektor in Österreich mit 42 % weit unter dem OECD-Schnitt
von 56 %", erklärt Maurer. "Der logische Schluss muss die
Ausfinanzierung der Lehre an den Universitäten sein - die Einführung
von Zugangsbeschränkungen hätte eine weitere Senkung der
österreichischen AkademikerInnenquote zur Folge" so Maurer weiter.

"Die höhere soziale Durchlässigkeit bei FHs ist nicht durch
Studiengebühren oder Zugangsbeschränkungen zu erklären, sondern durch
berufsbegleitende Angebote und eine halbwegs adäquate
Pro-Kopf-Finanzierung", sagt Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam.
"Die soziale Durchmsichung an den FHs ist lediglich besser,
allerdings weit davon entfernt ausgewogen zu sein", so Wallerberger
weiter.

"Dass Zugangsbeschränkungen sozial Schwächere aus den Universitäten
drängen, zeigt die soziale Zusammensetzung im Medizin- und
Veterinärmedizin-Studium - hier konzentrieren sich Studierende aus
gehobenen Schichten", verweist Eva Maltschnig, ÖH Generalsekretärin,
auf die Ergebnisse der aktuellen Studierenden-Sozialerhebung. "Wo
beschränkt wird, fallen benachteiligte Gruppen als erste aus dem
System. Zu argumentieren, dass Zugangsbeschränkungen zu sozialer
Durchmischung führen, ist einfach absurd!", ärgert sich Maltschnig.

"Sozialer Selektion entgegenzuwirken ist zentrales Anliegen der ÖH -
wir fordern daher die gemeinsame Schule für alle 6-14-Jährigen, das
ist die effektivste Strategie", betonen Thomas Wallerberger und
Sigrid Maurer.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at

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