Kerschbaum: Kostenexplosion bei ITER nicht einfach hinnehmen

Kernfusion - Milliardengrab auf Kosten der Österreichischen Unis?

Wien (OTS) - Auf die Nachricht von einer Verdoppelung der Kosten für den Kernfusions-Forschungsreaktor ITER erklärt die Bundesrätin der Grünen, Elisabeth Kerschbaum: "Die Kostenexplosion bei ITER darf nicht auf Kosten der heimischen Forschung und Lehre einfach hingenommen werden." In einer umfangreichen Anfrage an Ministerin Karl will Kerschbaum u.a. erfahren, ob ein Zusammenhang zwischen den Mehrausgaben für ITER und den angekündigten Kürzungen von 3000 Stellen an den österreichischen Universitäten besteht.
"7-8 Mrd. Euro mehr für ITER - davon 45 Prozent aus Euratom - das ergibt auch einige zig-Millionen für Österreich. Dass der Ministerin dazu nicht mehr einfällt, als auf die Vorschläge einer Expertenkommission zu warten, ist ein schlechter Witz. Wenn an allen Ecken und Enden gespart werden muss, dürfen derartige Kostenexplosionen nicht einfach hingenommen werden", fordert Kerschbaum. "Seit 70 Jahren hören wir, dass die Kernfusion in 70 Jahren nutzbar sein könnte. ITER ist nur ein kleiner Schritt und ob das Ganze irgendwann von Erfolg gekrönt sein wird, ist sowieso fraglich. Zusätzlichen Milliarden aus Euratom darf die Ministerin daher einfach nicht zustimmen", so Kerschbaum abschließend.

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