- 04.06.2010, 12:48:38
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ÖH: Schlechte finanzielle Absicherung verhindert soziale Durchmischung an den Hochschulen
Studierenden-Sozialerhebung macht katastrophale Situation der Studierenden sichtbar
Wien (OTS) - Die aktuelle Studierenden-Sozialerhebung bestätigt
die Österreichische HochschülerInnenschaft in ihrer jahrzehntelangen
Forderung nach einer besseren sozialen Durchmischung an den
Hochschulen. "Schlechte soziale Absicherung führt zu Elitenbildung an
den Hochschulen", erklärt Thomas Wallerberger vom ÖH Vorsitzteam.
"Besonders Studierende aus niedrigen sozialen Schichten scheiden in
erhöhtem Maße in den ersten zwei Semestern aus - sie sind mit oft
unüberwindbaren finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert", so
Wallerberger.
"Es wird wieder einmal deutlich, dass das Stipendien- und
Fördersystem in Österreich absolut unzureichend ist", ärgert sich
Sigrid Maurer vom ÖH Vorsitzteam. "Nicht einmal von der
Höchstudienbeihilfe können Studierende leben, das zahnlose
Unterhaltsrecht führt dazu, dass viele Eltern ihrer Unterhaltspflicht
nicht nachkommen. Was es hier braucht, ist eine Grundfinanzierung für
alle Studierende, unabhängig vom Einkommen der Eltern", bekräftigt
Maurer.
"Karl hat zumindest erkannt, dass es einer Schulreform und einer
Gesamtschule bedarf, da die soziale Selektion nicht erst an den
Hochschulen, sondern bereits viel früher, nämlich schon im
Kindergarten, beginnt", meint Eva Maltschnig, ÖH Generalsekretärin.
"Hier muss der Rest der ÖVP endlich mitziehen und darf nicht länger
eine Entwicklung, wie sie in der Studierenden-Sozialerhebung wieder
einmal deutlich wurde, auch noch unterstützen", so Maltschnig.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Wein, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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