• 01.06.2010, 11:26:46
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Grüne Wirtschaft: Drei Lösungsschritte im Konflikt SVA-Ärztekammer

Volker Plass: "Krise zur endgültigen Systembereinigung nutzen!"

Wien (OTS) - "Dass die SVA unsere Forderung, einen Härtefonds für
einkommensschwache UnternehmerInnen einzurichten, so rasch realisiert
hat, finden wir gut. Jetzt gilt es, allen zusätzlichen bürokratischen
Aufwand von den Selbständigen fernzuhalten.
Die rasche Abwicklung der Kostenrefundierung ist für die SVA ebenso
Pflichtprogramm wie möglichst lückenlose Einzelvereinbarungen mit
Ärzten, ihre PatientInnen weiterhin mittels E-Card zu behandeln",
kommentiert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, den
heutigen Beginn des "vertragslosen Zustands" zwischen SVA und
Ärztekammer.

Einheitliche Leistungen, einheitliche Honorare...

Trotz aller Widrigkeiten und des verständlichen Ärgers der
UnternehmerInnen, die derzeit für ihre Pflichtbeiträge nur
eingeschränkte Leistungen erhalten, sieht Plass im "vertragslosen
Zustand" auch eine Chance, endlich das absurde System der
österreichischen Krankenkassen einer grundlegenden Neuordnung zu
unterziehen: "19 Kassen und 14 verschiedene Honorarkataloge sowie
vollkommen unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten führen in erster
Linie zum Verdruss und zur Verunsicherung der Pflichtversicherten.
Daher ist zunächst SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger gefordert,
endlich einen einheitlichen, österreichweiten Leistungskatalog zu
verordnen. Auf Basis dessen wird es ein logischer zweiter Schritt
sein, die Honorarvereinbarungen zwischen Ärzteschaft und allen
Versicherungsträgern zu vereinheitlichen!"

...und eine Versicherung für alle!

"Wenn Gesundheitsminister Stöger sein Amt ernst nimmt, kann er
angesichts des erstarrten Kammersystems und des derzeitigen Chaos gar
nicht anders handeln", zeigt sich Plass zuversichtlich. "Und wenn
dann einmal die Verrechnungsbasis vereinheitlicht wurde, ist der
dritte Schritt zu einer einzigen Krankenversicherung für alle in
Österreich lebenden Menschen ein logischer."

"Damit könnten wir uns alle ärgerlichen Mehrfachversicherungen und
unterschiedlichen Selbstbehalte sparen. Es wäre endlich das gegeben,
was sich jeder Pflichtversicherte erwartet: Rechtssicherheit, dass
er/sie für gleiche Beiträge überall gleiche und konstant hochwertige
Leistungen erhält", so Plass abschließend.

Rückfragehinweis:
Grüne Wirtschaft
Pressestelle
Mag. Inge Hausbichler
[email protected]
Tel.: 0664 / 831 74 23

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