Grüne Wirtschaft: Drei Lösungsschritte im Konflikt SVA-Ärztekammer

Volker Plass: "Krise zur endgültigen Systembereinigung nutzen!"

Wien (OTS) - "Dass die SVA unsere Forderung, einen Härtefonds für einkommensschwache UnternehmerInnen einzurichten, so rasch realisiert hat, finden wir gut. Jetzt gilt es, allen zusätzlichen bürokratischen Aufwand von den Selbständigen fernzuhalten.
Die rasche Abwicklung der Kostenrefundierung ist für die SVA ebenso Pflichtprogramm wie möglichst lückenlose Einzelvereinbarungen mit Ärzten, ihre PatientInnen weiterhin mittels E-Card zu behandeln", kommentiert Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, den heutigen Beginn des "vertragslosen Zustands" zwischen SVA und Ärztekammer.

Einheitliche Leistungen, einheitliche Honorare...

Trotz aller Widrigkeiten und des verständlichen Ärgers der UnternehmerInnen, die derzeit für ihre Pflichtbeiträge nur eingeschränkte Leistungen erhalten, sieht Plass im "vertragslosen Zustand" auch eine Chance, endlich das absurde System der österreichischen Krankenkassen einer grundlegenden Neuordnung zu unterziehen: "19 Kassen und 14 verschiedene Honorarkataloge sowie vollkommen unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten führen in erster Linie zum Verdruss und zur Verunsicherung der Pflichtversicherten. Daher ist zunächst SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger gefordert, endlich einen einheitlichen, österreichweiten Leistungskatalog zu verordnen. Auf Basis dessen wird es ein logischer zweiter Schritt sein, die Honorarvereinbarungen zwischen Ärzteschaft und allen Versicherungsträgern zu vereinheitlichen!"

...und eine Versicherung für alle!

"Wenn Gesundheitsminister Stöger sein Amt ernst nimmt, kann er angesichts des erstarrten Kammersystems und des derzeitigen Chaos gar nicht anders handeln", zeigt sich Plass zuversichtlich. "Und wenn dann einmal die Verrechnungsbasis vereinheitlicht wurde, ist der dritte Schritt zu einer einzigen Krankenversicherung für alle in Österreich lebenden Menschen ein logischer."

"Damit könnten wir uns alle ärgerlichen Mehrfachversicherungen und unterschiedlichen Selbstbehalte sparen. Es wäre endlich das gegeben, was sich jeder Pflichtversicherte erwartet: Rechtssicherheit, dass er/sie für gleiche Beiträge überall gleiche und konstant hochwertige Leistungen erhält", so Plass abschließend.

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