• 01.06.2010, 10:17:23
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170.000 Menschen in NÖ einkommensarm

Auftakt zur Caritas Haussammlung 2010 in Niederösterreich

St. Pölten (OTS) - Unter dem Motto "Gemeinsam für
Niederösterreicher in Not" startete die Caritas heute in St. Pölten
die Haussammlung 2010. Gerade im europäischen Jahr gegen Armut und
soziale Ausgrenzung ist es aus Sicht der Caritas wichtig die Augen
nicht vor der Realität zu verschließen. Rund eine Million Menschen in
Österreich ist laut Statistik Austria einkommensarm, allein in
Niederösterreich sind 170.000 Frauen, Kinder und Männer betroffen.
Friedrich Schuhböck, Caritasdirektor der Diözese St. Pölten: "Die
Spendengelder der Caritas Haussammlung kommen ausschließlich Menschen
in Niederösterreich zu Gute. Menschen, von denen wir oft nicht
wissen, wie sie die Not drückt. Bittere Armut ist oft nicht sichtbar.
Mit der Haussammlung setzen wir ein Zeichen gelebter Nächstenliebe."

Ein Drittel der Menschen, die sich hilfesuchend an eine der
Caritas Sozialberatungsstellen im Gebiet der Erzdiözese Wien wenden,
hat nach Abzug der Fixkosten weniger als 4 Euro täglich zur
Verfügung, d.h. 4 Euro müssen für Essen, Kleidung oder auch
Babynahrung und Windeln für die Kinder ausreichen. "Die Menschen
kommen schon lange nicht mehr in unsere Beratungsstellen, um
Unterstützung für die Schulsportwoche der Kinder zu erhalten. Heute
geht es um den existenziellen Lebensbedarf: Die Menschen suchen
Hilfe, weil sie ihre Mieten oder Energierechnungen nicht mehr
begleichen können oder weil der Kühlschrank leer ist", so Michael
Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.

Das Ende der Wirtschaftskrise wird zwar von manchen schon
verkündet - angesichts der aktuellen Arbeitslosenzahlen wird jedoch
rasch klar: die soziale Krise ist noch lange nicht vorbei, wenn etwa
auf eine freie Stelle in Niederösterreich derzeit 12 erwerbslose
Menschen kommen. "Die Wirtschaftskrise hat arme Menschen am stärksten
getroffen. Gerade deshalb darf bei den Budgetverhandlungen der
kommenden Monate nicht auf dem Rücken der Schwächsten und Ärmsten
gespart werden. Das wäre weder gerecht noch sozial verträglich",
appelliert Landau an die Bundesregierung. Aufgrund der aktuellen
Diskussion rund um die Mindestsicherung, fordert die Caritas, dass
die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung jetzt endlich
beschlossen wird.

Caritas Haussammlung unterstützt Menschen in Not

Unter dem Motto "Gemeinsam für Niederösterreicher in Not" wird die
landesweite Caritas-Haussammlung heuer von rund 8.000 freiwilligen
MitarbeiterInnen im Zeitraum von 1. Juni - 15. Juli 2010
durchgeführt. Der Einsatz und das Engagement der zahlreichen
SammlerInnen und SpenderInnen der Haussammlung ermöglichen der
Caritas, zahlreichen notleidenden Menschen in Niederösterreich zu
helfen. Die Projekte, die durch die NÖ Haussammlung unterstützt
werden, sind wie die Caritasarbeit vielfältig: Sie reichen von
Unterstützung und Beratung, über Hilfsangebote und auch finanzielle
Überbrückungshilfen, sowie eine Vielzahl konkreter Projekte - für
langzeitarbeitslose Menschen, für von Obdachlosigkeit bedrohte
Menschen, für Familien in Not, für alte und pflegebedürftige
Menschen, für Menschen mit Behinderung oder auch in der Hospizarbeit.
"Wir müssen Armut nicht als Tatsache hinnehmen. Wir können etwas
ändern, wenn wir es ändern wollen. Gemeinsam können wir Wunder
wirken", betont Landau.

Die Solidarität und Mitmenschlichkeit der NiederösterreicherInnen
ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten groß: Im Vorjahr wurden
bei der Caritas-Haussammlung in Niederösterreich rund 956.100 Euro
gespendet.

Rückfragehinweis:

Karl Lahmer
   Leitung Kommunikation Caritas St. Pölten 
   T 02742/844 780
   H 0676/83 844 7780
   
   Mag.(FH) Klaus Schwertner
   Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
   T 01/878 12 221
   H 0664/848 26 18

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CAR

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