Ärztekammer: Gesundheitsversorgung während vertragsfreier Zeit gesichert

Ärztefunkdienst fährt weiterhin außerhalb der Ordinationszeiten - Ärzte verwehren sich entschieden gegen Einschränkungen und Rationierungen beim Patienten

Wien (OTS) - "Wir haben nicht leichtfertig entschieden, eine vertragsfreie Zeit mit der SVA einzugehen. Die Gründe sind triftig und sollten auch den Patienten zu denken geben", betont Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart anlässlich des heutigen Starts der vertragsfreien Zeit mit der SVA. Die Betreuung der Patienten habe auch weiterhin "höchste Priorität". ****

Für einen reibungslosen Ablauf während der vertragsfreien Zeit werden die Ärztinnen und Ärzte mit ihren Mitarbeitern in den Ordinationen sorgen. Abseits der Ordinationszeiten fährt der Ärztefunkdienst (Tel.: 01/141) ohne Einschränkungen.

Der Ärztefunkdienst ist von der vertragsfreien Zeit ausgenommen und in den Nachtstunden von 19.00 bis 7.00 Uhr, an Wochenenden von Freitag 19.00 bis Montag 7.00 Uhr sowie an Feiertagen ganztägig besetzt.

SVA will "Managed Care"-System einführen

Die Ärztekammer fordert von der SVA die Sicherstellung einer Gesundheitsversorgung, die den Bedürfnissen der Patienten entspricht, "und keinesfalls ein System, das unsozial und ökonomisch dominiert ist", so Steinhart. Das von WKÖ-Präsident Christoph Leitl vorgelegte letzte Angebot habe immer noch die Einführung eines "Managed Care"-Systems beinhaltet, "gegen das wir uns massiv wehren - zum Wohle unserer Patienten", erklärt der Vizepräsident.

Ein solches Modell - mit fixen Pauschalen für die Behandlung von Patienten - hätte zur Folge, dass das österreichische Gesundheitssystem bald über dieselben Schwächen wie beispielsweise das englische verfüge. Konkret bedeutet das etwa keine neuen Hüften mehr für über 70-jährige.

"Unsere Patienten haben ein Recht darauf, die Behandlung zu bekommen, die sie benötigen", so Steinhart. Denn insbesondere SVA-Patienten würden "nicht gerade wenig" dafür bezahlen. (kp)

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