- 31.05.2010, 12:33:18
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WKÖ-VP Römer: Zügiger Infrastrukturausbau von Wasserstraße und Schiene gefordert
Koordinierte Verkehrspolitik erforderlich für funktionsfähigen EU-Binnenmarkt - Transportaufkommen auf der Donau bis 2015 von 12 auf 30 Mio. Tonnen steigerbar
Wien (OTS/PWK427) - Im Rahmen der Pressekonferenz zum "Danube
Summit 2010" betonte heute, Montag, die Vizepräsidentin der
Wirtschaftskammer Österreich, Renate Römer, die Bedeutung eines
zügigen Infrastrukturausbaus von Wasserstraße und Schiene. "Das
hochrangige Straßennetz wird nach Expertenangaben bis 2030 im
EU-Durchschnitt um rund 30 Prozent wachsen, während die
Verkehrsleistungen im Individualverkehr um 50 Prozent und im
Sachgüterbereich um bis zu 65 Prozent zunehmen werden. Um dem
Transportaufkommen in Europa Herr zu werden, darf die Infrastruktur
hinter diesen Entwicklungen nicht zurückbleiben", warnte Römer.
In Hinblick auf die Entwicklung der Wasserstraße betonte die
WKÖ-Vizepräsidentin, dass hier - Österreich betreffend - noch
ausreichend freie Kapazitäten vorhanden seien. So werden derzeit nur
rund 15 Prozent der Gesamtkapazität der Donau für die Schifffahrt
genutzt. "Gerade in Hinblick auf die durch die Donau verbundenen
EU-Erweiterungsländer bietet sich eine attraktive
Transportalternative", so Römer. Verkehrskorridore seien "Lebensadern
für den Wirtschaftsstandort Österreich" und hier vor allem für die
Exportwirtschaft. Durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen könnte das
Transportaufkommen auf der Donau bis 2015 von derzeit 12 Mio. Tonnen
auf ca. 30 Mio. Tonnen erhöht werden. Voraussetzung hierfür sei aber
eine Beseitigung der infrastrukturellen Engpässe durch eine
Intensivierung der Zusammenarbeit der Donau-Anrainerstaaten unter
Einbeziehung der EU-Kommission, betonte Römer.
Als positives Beispiel für die beginnenden Zusammenarbeit nannte
Römer die von Außenminister Michael Spindelegger und WKÖ-Präsident
Christoph Leitl 2009 ins Leben gerufene Initiative "Donauraum und
Schwarzmeerländer", um die enormen Chancen dieser Region aufzuzeigen
und damit die Markteintrittschancen heimischer Firmen vor Ort zu
erhöhen.
Um die Wasserstraße Donau nachhaltig zu stärken, lägen bereits
mehrere weitere Strategien und Initiativen am Tisch. So soll 2011 die
EU-Donauraumstrategie unter ungarischer Ratspräsidentschaft
verabschiedet werden, die primär die jeweiligen nationalen Ansätze
koordinieren soll. Österreich hat hier bereits den Nationalen
Aktionsplan (NAP) Donauschifffahrt verabschiedet, der ein
"umfassendes Instrument zur Umsetzung der heimischen
Schifffahrtspolitik" darstellt. Römer befürwortete in diesem
Zusammenhang das größte Projekt dieses NAP, nämlich das sogenannte
flussbauliche Gesamtprojekt Donau östlich von Wien zur Sicherung
stabiler Fahrwasserverhältnisse und zum Schutz des Nationalparks
Donau-Auen.
"Im Rahmen der Donaustrategie unterstützen wir insbesondere den
Ausbau der Donau als Verkehrsweg, weil dieser von wachsender
Bedeutung für die österreichische Wirtschaft ist. Unter
Berücksichtigung des Ökosystems müssen Aspekte wie die gesicherte
Zuverlässigkeit der Wasserstraße und ihrer Infrastruktur etwa was die
Fahrwassertiefe anbelangt ebenso Platz greifen wie die Modernisierung
der bestehenden Häfen. Aus meiner Sicht vorrangig ist national
derzeit die Umsetzung des sogenannten Schleusenrevisionsplanes um
eine reibungslose Abwicklung des Schiffverkehrs gewährleisten zu
können", so die WKÖ-Vizepräsidentin abschließend. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik Dr.jur. Michael GRUBMANN Tel.: T:+43 (0)5 90 900 4020, F:+43 (0)5 90 900 4030 mailto:[email protected] persönl. Fax: +43 (0)5 90 900 114020
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