• 28.05.2010, 12:28:00
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Lopatka gegen Megacasino-Bau in der Slowakei nahe der österreichischen Grenze

Finanzstaatssekretär bei Pressekonferenz in Bratislava: "Keine Las-Vegas-Mentalität in Mitteleuropa."

Bratislava (OTS/BMF) - Gegen ein Megacasino in der Slowakei nahe
der österreichischen Grenze sprach sich heute Finanzstaatssekretär
Reinhold Lopatka aus. "Ein derartiges Megacasino würde die strengen
Spielerschutzregeln, die das neue Glücksspielgesetz in Österreich
bringt, konterkarieren", betonte Lopatka in Bratislava bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ehemaligen EU-Kommissar und
KDH-Spitzenkandidaten für die slowakische Parlamentswahl in zwei
Wochen, Jan Figel.
Ein ähnliches Projekt sei zudem in Slowenien im Grenzbereich zu
Österreich bereits gefloppt. "Wir haben in Mitteleuropa keine
Las-Vegas-Mentalität, Lockangebote die in derartigen Megacasinos
angeboten werden - von Gratis-Getränken bis Gratis-Übernachtungen -
ziehen hier nicht nachhaltig", so der Finanzstaatssekretär.
Gegen das Megacasino amerikanischer Investoren setzt sich zudem auch
eine Bürgerinitiative, die von den slowakischen Bischöfen unterstützt
wird, ein.
In Europa gebe es nur zwei Hauptstädte, die in geringerem Abstand
beieinander liegen als Wien und Bratislava und zwar Rom und der
Vatikan. Die Nähe eines Megacasinos in Bratislava habe darum
jedenfalls Auswirkungen auf Wien. Lopatka: "Unsere Bemühungen die
strengsten Spielerschutzstandards in Europa umzusetzen, würden
dadurch massiv gefährdet, wenn nur wenige Kilometer von Wien entfernt
ein Megacasino ohne Spielerschutz entsteht."
Die wichtigsten Punkte des neuen Glücksspielgesetzes in Österreich:
Alle Automaten müssen an das Bundesrechenzentrum angebunden werden.
Eine eigene SOKO der Finanzverwaltung wird sich verstärkt dem Kampf
gegen illegales Glücksspiel widmen. Zur vorgesehenen Förderung von
Suchtprävention und Spielerberatung sollen sowohl Bund als auch
Länder ihren Teil beisteuern.
Die Grenzen der jeweiligen Einsätze bei den Automaten könnten nicht
mehr beliebig umgangen werden. Automatikstarttasten, mit denen man
innerhalb kürzester Zeit hunderte Spiele auslösen konnte, wird es
nicht mehr geben. Zudem haben künftig nicht nur Casinos, sondern auch
Automatensalons eine Monitoringverpflichtung: Wer hohe Summen
verliert oder häufig spielt, muss nachweislich gewarnt werden,
ansonsten steht ihm Schadenersatz zu. Das sei europaweit einzigartig,
so der Finanzstaatssekretär.
Lopatka und Figel strichen zudem die guten bilateralen
Handelsbeziehungen zwischen Österreich und der Slowakei hervor.
Lopatka: "1.600 österreichische Unternehmer sind in der Slowakei
aktiv und ich bin zuversichtlich, dass die weitere Zusammenarbeit
zwischen den beiden Ländern in den kommenden Jahren noch intensiver
wird."

Rückfragehinweis:

Pressesprecherin von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka 
   Mag. Iris Brüggler
   Tel.: T: +43 (0)1 51433 500 085, Mob: +43 (0)664 2249512
   mailto:[email protected]
   www.bmf.gv.at
   
   Bundesministerium für Finanzen
   Hintere Zollamtsstraße 2b 
   A-1030 Wien

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