• 27.05.2010, 13:29:12
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Ärztekammer: Neues Verhandlungsangebot an SVA

Wawrowsky: Moderne, patientenorientierte Versorgung anstreben - Leistungsbegrenzungen für Patienten werden abgelehnt

Wien (OTS) - Der Bundeschef der niedergelassenen Ärzte und
Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Günther
Wawrowsky, lehnt das von Gewerbeversicherungs(SVA)-Obmann Christoph
Leitl über Pressemeldung übermittelte Angebot zu einer
Vertragsverlängerung ab.

Der ÖÄK-Vizepräsident unterbreitete indes Mittwoch ein entsprechendes
Gegenangebot. Dabei solle von der bereits im Herbst zwischen SVA und
Ärztekammer gefundenen und anschließend vom SVA-Vorstand verworfenen
Lösung ausgegangen werden. Diese sehe strukturelle Bereinigungen und
Umschichtungen von der technischen Labormedizin hin zu
Zuwendungsmedizin vor. Gleichzeitig sichere sie auch den Zugang zu
Gruppenpraxen, der gerade für selbständige Patientinnen und Patienten
einen großen Komfortgewinn bedeute. Wawrowsky: "Dieser Vorschlag
entspricht im übrigen genau dem Angebot, mit dem die
Gewerbeversicherung jetzt an die einzelnen Ärztinnen und Ärzte
herantritt."

Wawrowsky betonte im Weiteren, dass er für diesbezügliche Gespräche
und Verhandlungen "selbstverständlich" zur Verfügung stehe. Auch nach
Beginn einer vertragsfreien Zeit werde man die Türen nicht zuwerfen
und mit den Vertretern der gewerblichen Sozialversicherung über
eventuelle neue Formen der Zusammenarbeit sprechen. Prinzipiell
abgelehnt würden allerdings Vorstellungen, die zu einer starken
Zugangsbeschränkung und Leistungseinschränkung für Patientinnen und
Patienten führten. Solche Modelle hätten zum Beispiel in Deutschland
zur "Entarztung ganzer Landstriche und zu einer krassen medizinischen
Unterversorgung" geführt, so der ÖÄK-Vizepräsident.

In einer vertragsfreien Zeit würde sich die Qualität der
Patientenbehandlung keinesfalls ändern. Wawrowsky: "Die Patientinnen
und Patienten erhalten ärztliche Hilfe wie bisher, lediglich die
Verrechnungsmethode ändert sich." Zudem werde man in dieser "neuen
und ungewohnten Situation" SVA-Patienten dabei helfen, dass ihre
Auslagen für ärztliche Leistungen ordnungsgemäß von der
Gewerbeversicherung refundiert würden. (ms)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14

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