- 26.05.2010, 09:30:23
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"Konsument": Energiesparlampen - Marke kein Garant für Qualität
Zwei Drittel verlieren vorzeitig an Leuchtkraft - ein Drittel ist nicht schaltfest
Wien (OTS/VKI) - In den Energiesparlampen schlummert riesiges
Potenzial. 80 Prozent der zur Beleuchtung benötigten Energie könnten
damit eingespart werden. Wie die Juni-Ausgabe des Testmagazins
"Konsument" ab morgen zeigt, können die Sparlampen in der Praxis
viele Erwartungen jedoch noch nicht erfüllen. Überprüft wurden 19
Lampen mit großem (E27) und kleinem Sockel (E14) sowie
Reflektorlampen mit unterschiedlichen Sockeln. Von diesen erzielten
lediglich drei Lampen ein "gutes" Ergebnis. Elf Lampen mussten sogar
mit "weniger" bzw. "nicht zufriedenstellend" bewertet werden.
Hauptprobleme: schnell nachlassende Leuchtkraft und geringe
Schaltfestigkeit. Auch große Marken wie Megaman oder Philips sind
dabei kein Garant für Qualität: Selbst wenn sie die drei guten Lampen
im Test stellen, konnten andere Modelle kaum überzeugen. Der Preis
pro Lampe bewegte sich im Test zwischen 1,20 und 31 Euro, bei den
"guten" Modellen zwischen acht und 28 Euro.
Die Brenndauer ist noch einigermaßen zufriedenstellend: 14 Lampen
waren am Ende der Dauerprüfung von 6.000 Stunden noch in Betrieb.
Allerdings verloren zwei Drittel der Lampen vorzeitig an Helligkeit.
Für die schlechteste Lampe im Test, eine Reflektorlampe von Osram,
kam bereits nach 834 Stunden der technische K.o. "Diese Lebensdauer
schafft auch jede Glühbirne. Wenn eine Energiesparlampe nicht einmal
ein Jahr lang verwendbar ist, dann ist ihr Einsatz aber weder
ökonomisch noch ökologisch sinnvoll", zieht Mirko Bernhard,
Energieexperte beim Verein für Konsumenteninformation, Bilanz.
Ein weiteres Problem ist die mangelnde Schaltfestigkeit. Sechs
Modelle überstanden nicht einmal 10.000 Schaltzyklen, nur acht
schafften mehr als 70.000. Diese Zahl sollten Lampen jedoch
erreichen, wenn sie in Nebenräumen wie Vorzimmer oder WC oder
Stiegenhäusern eingesetzt werden. Sparlampen benötigen auch eine
gewisse Zeit, bis sie ihre volle Leuchtkraft erreichen. Bei mehreren
Lampen dauerte es jedoch bis zu vier Minuten, bis 80 Prozent der
Helligkeit erreicht waren.
"Dass dieser Test deutlich schlechter als jener im Vorjahr
ausgefallen ist, liegt nur zum Teil an strengeren Testkriterien. Es
ist zu befürchten, dass die Branche die stark gestiegene Nachfrage
aufgrund des Glühlampenverbots nur mit reduzierter Qualitätssicherung
decken konnte", so Bernhard. Eine überwiegend positive Bilanz gibt es
aber zumindest bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung der
Sparlampen: Nur zwei Reflektorlampen erwiesen sich als zu
energieaufwändig. Allerdings fällt der Quecksilbergehalt generell zu
hoch aus. Das ist nicht zuletzt deshalb ein Problem, da
Energiesparlampen immer noch häufig im Hausmüll landen, statt wie
vorgesehen beim Händler zurückgebracht zu werden, der diese dem
Recycling zuführt.
Alle Informationen zum Test gibt es auf www.konsument.at und im
Juni-"Konsument".
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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