- 26.05.2010, 09:00:01
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VKI: Immofinanz - Schadenersatzansprüche gegen Aviso Zeta Bank gefährdet?
Staatsanwaltschaft und Gericht sind gefordert, Gläubigeransprüche sicherzustellen
Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) tritt
dem Ansinnen von Immofinanz-Vorstand Zehetner - siehe Kurier
22.5.2010 - entgegen, die seitens der Immofinanz um kolportierte 1
Euro erworbene Aviso Zeta Bank lieber in Konkurs gehen zu sehen, als
aus angeblichen "auf Eis" liegenden 80 Millionen Euro
Schadenersatzansprüche geschädigter Anleger in größerem Maße zu
begleichen. Der VKI hat bereits vor Wochen bei der Staatsanwaltschaft
Wien beantragt, diese Gelder im Interesse der Geschädigten
sicherzustellen. "Tausende Kleinanleger sehen sich aus einem
Zusammenwirken von Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank
geschädigt. Nun sollen offenbar Gelder, die die Schäden abdecken
könnten, für die Immofinanz verwendet werden. Dem sollte die
Staatsanwaltschaft nicht tatenlos zusehen", sagt Dr. Peter Kolba,
Leiter des Bereiches Recht im VKI.
Der VKI ist dabei, für rund 2.000 Geschädigte Forderungen im
Ausmaß von rund 40 Millionen Euro im Strafverfahren gegen Petrikovits
und Co sowie gegen die Immofinanz und die Aviso Zeta Bank (als "bad
bank"-Nachfolgerin der Constantia Privatbank) anzumelden und für die
Geschädigten den Anschluss als Privatbeteiligte zu erklären. Gegen
die genannten Personen und Firmen (nach dem
Verbandsverantwortlichkeitsgesetz) wird wegen Betruges und Untreue
ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Constantia Privatbank musste im Herbst 2008 von
österreichischen Banken aufgefangen werden und wurde in eine "good
bank" (Semper Constantia) und eine "bad bank" (Aviso Zeta Bank)
aufgeteilt. Aufgabe der Aviso Zeta Bank war es, die Risken aus
verschiedensten Schadenersatzforderungen gegen die Constantia
aufzufangen. Dafür war - so war zu lesen - offenbar auch ein Betrag
von zwischen 40 und 80 Millionen Euro vorhanden. Nun wurde - so die
Medien - die Aviso Zeta Bank an die Immofinanz um einen symbolischen
Euro verkauft.
Wie dem Kurier vom 22.5.2010 zu entnehmen ist, will
Immofinanz-Vorstand Zehetner angeblich 80 Millionen Euro, die in der
Aviso Zeta Bank "auf Eis liegen", der Immofinanz "sichern". Wenn
Schadenersatzansprüche "von durch Spekulationen Enttäuschten" gegen
die Aviso Zeta Bank zu hoch würden, würde die Bank in Konkurs gehen.
Die Geschädigten müssten sich dann mit einer kleinen Konkursquote
begnügen.
"Wenn man diesem Bericht Glauben schenkt, dann droht der
(inzwischen neue) Vorstand jenes Unternehmens, vom dem sich viele
Kleinanleger - die keinesfalls Spekulanten sind - getäuscht sehen,
unverhohlen damit, den Haftungsfonds der soeben erworbenen Bank zu
minimieren und die andrängenden Gläubiger auf einen Konkurs zu
verweisen. Wir gehen davon aus, dass die Staatsanwaltschaft Wien und
das Gericht diese Ankündigung sehr genau prüfen und alles tun wird,
um Gelder für Geschädigte nicht verschwinden zu lassen", hofft Dr.
Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation
Dr. Peter Kolba, Leiter Bereich Recht
Tel.: 01 / 58877 - 320
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