• 25.05.2010, 10:23:06
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Nationalratspräsidentin Prammer zu offiziellem Besuch in Ghana Gespräche mit führenden PolitikerInnen

Wien/Accra (PK) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hält
sich seit Sonntag zu einem offiziellen Besuch in Ghana auf. Beim
bisher höchstrangigen österreichischen Besuch in dieser
westafrikanischen Republik standen die exzellenten bilateralen
Beziehungen zwischen Ghana und Österreich sowie Ghanas
Vorbildfunktion in der Region als stabile Demokratie mit
verantwortungsbewusster Regierungsführung im Vordergrund.
Präsidentin Prammer traf am Montag mit Staatspräsident John Evans
Atta Mills, Parlamentspräsidentin Joyce Bamford-Addo und
Außenminister Muhammad Mumuni zusammen. Zuvor hatte Prammer zwei
von der UNESCO geschützte ehemalige "Sklavenforts" besucht, die
den sklavenhandelnden Nationen an der früheren Goldküste als
Stützpunkte und Gefängnisse für den Weitertransport afrikanischer
Sklaven gedient hatten.

Staatspräsident Atta Mills verwies anlässlich des Besuchs der
Nationalratspräsidentin im Beisein von Außenminister Mumuni auf
seine langjährige Bekanntschaft mit Bundespräsident Heinz Fischer
und auf die stabile Demokratie in Ghana. Präsidentin Prammer
lobte das Land als vorbildlich für die Region und ganz Afrika,
nachdem es letztes Jahr zum nunmehr fünften friedlichen
Machtwechsel nach fairen und freien Wahlen in Ghana gekommen war.

Das Gespräch mit Parlamentspräsidentin Bamford-Addo stand im
Zeichen der Bemühungen um die Stärkung des UNO-Amtssitzes in
Wien. Die Nationalratspräsidentin warb um Unterstützung Ghanas
für das österreichische Projekt einer internationalen Akademie
zur Korruptionsbekämpfung, die gemeinsam mit dem in Wien
ansässigen UNODC betrieben werden soll. Ghana hat zugesagt, bei
der Gründungskonferenz im September vertreten zu sein.
Präsidentin Prammer argumentierte zudem, dass die Eröffnung eines
Verbindungsbüros der Afrikanischen Union zu den Vereinten
Nationen in Wien auch den Delegationen der afrikanischen
Nationalstaaten, die wie Ghana keine diplomatische Vertretung in
Wien unterhalten, dienlich wäre. Zur Sprache kam zudem das
österreichische Engagement beim Ausbau der Wasserkraft in Ghana
sowie das Modell der österreichischen Sozialpartnerschaft,
welches bei Parlamentspräsidentin Bamford-Addo auf großes
Interesse stieß. Präsidentin Prammer wird heute Abend nach
Österreich zurück kehren. (Schluss)

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