- 21.05.2010, 09:42:08
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Wirtschaftskammer: Tunnelanschlag für Koralmtunnel setzt neue Akzente für die europäische Verkehrspolitik
WKÖ-Verkehrsexperte Grubmann: Internationaler Standortwettbewerb erfordert Beschleunigung von überregionalen Infrastrukturprojekten
Wien (OTS/PWK402) - "Das ist eine gute Nachricht für den
Wirtschaftsstandort Österreich und den Lückenschluss im
Hochleistungsschienennetz", kommentiert Michael Grubmann, Leiter der
Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den Tunnelanschlag im
weststeirischen Frauental für den rund 33 km langen Koralmtunnel als
Herzstück der zweigleisigen Eisenbahnhochleistungsstrecke "Koralmbahn
Graz-Klagenfurt".
Der Koralmtunnel ist nicht nur ein Meilenstein im österreichischen
Infrastrukturausbau, sondern zugleich ein Schlüsselprojekt für die
Baltisch-Adriatische-Achse. Während die Schienenachse von den
Ostseehäfen am baltischen Meer nach Wien und Bratislava von der EU
bereits als vorrangiges Projekt der transeuropäischen Verkehrsnetze
(TEN) eingestuft wurde, ist das für die Verlängerung in Richtung
Süden zu den Nordadriahäfen noch nicht der Fall. "Unser Ziel ist die
Weiterführung dieser Achse über Wien, Graz und Klagenfurt zur
Pontebbana nach Triest und Koper einerseits und nach Venedig sowie
Bologna andererseits", so Grubmann.
Die österreichischen Betriebe könnten ihre Transporte dadurch
zeit- und kostengünstiger abwickeln und in neue Märkte mit neuen
Absatzchancen eintreten. Die Politik sei daher gefordert, alle
Anstrengungen für die Realisierung der kompletten Achse als
prioritäres TEN-Projekt zu unternehmen. "Das wäre ein wichtiger
Impuls für die Regionen und würde die finanzielle Unterstützung der
EU für die großen Bauvorhaben Österreichs entlang dieser Achse - die
Koralmbahn und den Semmering-Basistunnel - ermöglichen",
unterstreicht Grubmann.
Trotz notwendiger Budgetkonsolidierung dürfe der Rotstift nicht bei
hochrangigen Projekten angesetzt werden, die bereits vom TEN-Netz
erfasst werden. "Das gilt insbesondere für den Brenner-Basistunnel,
bei dem sich eine Verzögerung des Baubeginns äußerst negativ auf die
bereits von der EU zugesagte Kofinanzierung auswirken könnte", so
Grubmann abschließend. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
Dr. Norbert Anton
Telefon: 05 90900/4025
mail: [email protected]
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