- 20.05.2010, 12:10:22
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17 Millionen Euro Budgetdefizit bei der OÖ GKK: Gesundheitskosten müssen fair verteilt werden!
Linz (OTS) - Mit einem Minus von 17 Millionen Euro bilanziert die
Oberösterreichische Gebietskrankenkasse für 2009. Für heuer wird
sogar ein Defizit von 31 Millionen Euro prognostiziert. AK-Präsident
Dr. Johann Kalliauer fordert eine faire Verteilung der
Gesundheitskosten sowie die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe.
Die Hauptursache für die derzeitige Finanzmisere bei der
Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse sieht die AK in der
Wirtschaftskrise: Weniger Erwerbstätige bedeuten weniger
Krankenversicherungsbeiträge. Für jeden arbeitslosen Menschen erhält
die GKK anstelle eines Krankenversicherungsbeitrages vom Bund eine
wesentlich niedrigere Pauschale.
Weitere Ursachen sind die steigenden Spitalskosten. Im Jahr 2009
zahlte die OÖ GKK 640 Millionen Euro an die Krankenanstalten. Das
sind rund 40 Prozent des gesamten Budgets der GKK.
Dazu kommt: Der Bund zieht sich immer stärker aus der
Finanzierungsverantwortung zurück. Geplant ist, bis 2014 allein im
Gesundheitsbereich mehr als 60 Millionen Euro einzusparen. Auch das
Land Oberösterreich zahlt für die Spitäler zu wenig - die
Pro-Kopf-Ausgaben des Landes dafür betragen rund 200 Euro. Das sind
nur zwei Drittel des Bundesdurchschnitts (ausgenommen Wien).
Unternimmt der Bund nichts, drohen den Versicherten
Leistungskürzungen. "Wir brauchen dringend eine gerechte Aufteilung
der Kosten auf die einzelnen Finanzierungsträger", fordert der
AK-Präsident. Er schließt auch den bundesweiten Ausgleichsfonds der
Krankenkassen mit ein. "Weiters muss der Bund den Spitälern und damit
den Ländern mehr Geld zur Verfügung stellen und die
versicherungsfremden Leistungen endlich vollständig rückerstatten",
so Kalliauer. Er bringt dabei erneut die Einführung der
Wertschöpfungsabgabe ins Spiel: "Wir brauchen neue
Finanzierungsquellen. Nur dann können wir die hohe Qualität unseres
Gesundheitssystems erhalten."
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Dominik Bittendorfer
Tel.: (0732) 6906-2191
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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